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Gronau klagt gegen Erweiterung des Euregio-Outlet-Centers

Anne Eckrodt

Ochtrup - Die Stadt Gronau hat beim Verwaltungsgericht in Münster Klage gegen die Baugenehmigung für die Erweiterung des Euregio-Outlet-Centers (EOC) eingereicht. „Die Klage ist bei uns am 2. Juni eingegangen, eine weitergehende Begründung soll folgen“, teilte der stellvertretende Pressedezernent Ulrich Bröker am Montag auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Thomas Dankbar zeigte sich davon nicht sonderlich überrascht. Über verschiedene politische Kanäle hatte der Geschäftsführer der Hütten Holding, die das EOC betreibt, bereits vom Vorhaben der Nachbarkommune gehört. „Wir sehen das Ganze jedoch gelassen, weil wir glauben, dass wir im Vorfeld alles getan haben, damit eine solche Klage keinen Erfolg hat. Daher werden wir jetzt unsere Baugenehmigung nutzen und anfangen“, erklärte Dankbar.

Eine Einstellung, die Bürgermeister Kai Hutzenlaub teilt. „Nach dem, was wir in dieser Sache an Rückkopplung über das Oberverwaltungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht bekommen haben, sehe ich keine Aussicht auf Erfolg. Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass noch neue Argumente gebracht werden“, meinte Hutzenlaub. Hinzu kommt, dass die Klage in ihrer jetzigen Form keine aufschiebende Wirkung für das Bauvorhaben hat. Dazu wäre ein Eilverfahren erforderlich.

Dankbar sieht daher keinen Grund, an seinem Zeitplan für die nächsten Monate zu rütteln. „Wir haben den Abriss des alten Verwaltungsgebäudes beantragt und warten zurzeit auf die Genehmigung. Sobald die da ist, rücken die Abrissbagger an“, machte er deutlich. Parallel dazu werde die Baustelle eingerichtet, damit die Arbeiten für den Parkplatz im Bereich „An den Teichen“ beginnen können. „Das alles muss behutsam vor sich gehen, denn der Betrieb im EOC geht weiter“, so Dankbar.

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