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Großbaustelle Prinzipalmarkt

Günter Benning

Münster. Gerüste, Container, Handwerker. Münsters Prinzipalmarkt ist eine Großbaustelle. Mindestens fünf Geschäfte bauen um. Und dann wird noch die Domgasse gepflastert. „Förderlich für das Geschäft ist das nicht gerade“, sagt Appelrath-Cüpper-Geschäftsleiter Oliver Lambor. Er kann immerhin aufatmen: Das Gerüst am Prinzipalmarkt Nr. 1 soll noch in dieser Woche abgebaut werden.

Bei Appelrath-Cüpper musste die Fassade saniert werden, nachdem bei einem Sturm Steinbrocken aufs Pflaster fielen.

Gegenüber wird rundsaniert. Das alteingesessene Lederwarengeschäft Harenberg, seit über drei Wochen innen eine Baustelle, hat jetzt mit dem Umbau der Schaufensterfront begonnen. Bis September, hofft Besitzerin Marita Beuing, soll alles fertig sein: „Der Verkauf geht in einer Hälfte der Fläche weiter.“

Direkt nebenan wird im Viehoff-Gebäude ebenfalls ein neuer Laden eingerichtet. Puma soll hier in Kürze einziehen. Vorerst besteht die Fassade aus einer weißen Baufront.

Abgesprochen sind die Baumaßnahmen nicht. Auch für Kleimann-Geschäftsführerin Birgitt Kleimann ist die Häufung überraschend: „Wir haben unseren Umbau vor einem Jahr geplant, im Sommer, weil es normalerweise dann ruhiger ist.“ Vermutlich hätten die Nachbarn genauso gedacht.

Café Kleimann zieht allerdings seinen Umbau flott durch. Schon am 19. Juli wird wiedereröffnet. Was Birgit Kleimann etwa ärgert ist, dass nun auch noch die Domgasse, zum Teil in Privatbesitz, neu gepflastert wurde. „Das ist doch ein bisschen viel.“ Die Kundschaft ist vorgewarnt worden: „Trotzdem stehen manchmal welche auf der Baustelle und wollen Kaffee.“

Der nächste Container steht am Drubbel vor dem Fotogeschäft Greve, das jüngst geschlossen hat. Hier soll auf 100 Quadratmetern eine Stefanel-Boutique einziehen. Etwas weiter laufen seit Wochen Bauarbeiten am Roggenmarkt. Hier will der bayerische Herrenausstatter Hirmer mit der neuen Herbstkollektion in Münster starten.

Soviele Baustellen. Was sagen die Skulptur-Touristen dazu? „Nichts“, sagt Hermann Meyersick vom Stadtmarketing. Aber als in Berlin die Moma-Ausstellung lief, erinnert er sich, „war die Stadt auch eine große Baustelle“. Meyersick hört seit Tagen nur Positives über Münster, die Skulpturen-Ausstellung werde das Stadt-Image international „weiter voran bringen“. Und was die Baustellen angeht, heckt er bereits eine Marketing-Idee aus: „Kommen Sie wieder, wenn wir mit dem Bauen fertig sind“.

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