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Großbrand auf Vergnügungs-Pier

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Bristol - Ein Großbrand hat am Montag die mehr als 100 Jahre alte Seebrücke im englischen Atlantik-Ferienort Weston-super-Mare weitgehend zerstört. Meterhohe Flammen schossen am Morgen aus noch unklarer Ursache auf dem historischen Grand Pier rund 30 Kilometer südwestlich von Bristol hoch. Dunkle Rauchwolken stiegen mehr als 100 Meter auf und verdunkelten zeitweise den Himmel über der Küste und umliegenden Orten. Es sei jedoch niemand verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Mehr als 30 Feuerwehrleute mit sechs Löschzügen bemühten sich vergeblich, die beliebte Touristenattraktion mit eine großen Spielhalle, Karussells und Läden zu retten. Das Feuer brach gegen 07.00 Uhr Ortszeit (08.00 Uhr MESZ) aus und breitete sich bei trockener Luft in Windeseile in der teilweise aus Holz bestehenden Anlage aus. „Es begann mit lautem Knallen, so als ob ein Feuerwerk gezündet wird“ beschrieb ein Mitarbeiter des nahe gelegenen Grand Atlantic Hotels.

Die Polizei schloss Brandstiftung nicht aus. Bislang gebe es dafür zwar keine echten Anhaltspunkte, sagte ein Sprecher. Jedoch sei eine Untersuchung eingeleitet worden. Der Grand Pier war erst kürzlich von neuen Eigentümern teilweise renoviert worden. „Die Seebrücke ist Teil unseres Erbes und eine der größten Touristenattraktionen der Gegend“, sagte ein Sprecher des Seebades. Es sei allerdings zu befürchten, dass „nicht viel von ihr übrig geblieben ist“.

Der Grand Pier wurde 1904 eröffnet und sollte ursprünglich 2,4 km lang in den Bristol-Kanal errichtet werden. Gebaut wurde er dann aber in verkürzter Variante, die etwa 400 Meter lang ist. Heute ist die Holzkonstruktion eine riesige Spielhalle mit einarmigen Banditen, Autoscooter, Geisterbahn und Bowlingbereich. Im Sommer und an Wochenenden tummeln sich vor allem Familien mit Kindern auf dem Pier.

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