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Großbritannien: Boulevardblatt soll tausende Handys angezapft haben

wn

London - Großbritannien steuert auf den nächsten Skandal zu: Journalisten einer britischen Boulevardzeitung sollen im großen Stil Handys von Prominenten aus Politik und Showgeschäft angezapft haben, berichtete die Zeitung „The Guardian“ am Donnerstag. Reporter der Sonntagszeitung „News of the World“ haben sich demnach in Mailboxen von Mobiltelefonen eingehackt, um aus den Sprachnachrichten vertrauliche Informationen für ihre Geschichten zu ziehen.

Möglicherweise gelangten die Reporter an die Informationen, weil die Prominenten die voreingestellten Geheimnummern zum Abhören der Mobilboxen nicht geändert hatten. Der Verlag soll die illegalen Aktionen mit viel Geld vertuscht haben und Scotland Yard trotz Hinweisen zum Ausmaß des Skandals untätig geblieben sein.

Der frühere stellvertretende Premierminister Prescott zeigte sich fassungslos: „Ich finde es erschütternd, dass die Polizei von einer Liste von Leuten gewusst haben könnte, deren Telefone angezapft wurden. Ich soll einer davon sein. Dass ich über ein solches Verbrechen nicht informiert und gegen die Verantwortlichen nicht weiter vorgegangen wurde, wirft ein sehr schlechtes Licht auf die Polizei. Ich möchte darauf eine Antwort.

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