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Große Feier in Oslo

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Scharfschützen bewachten die Innenstadt von Oslo, und Hubschrauber kreisten in der Luft. Denn der amerikanische Präsident Ba­rack Obama war gestern in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Er bekam dort einen sehr wichtigen politischen Preis, den Friedensnobelpreis. Die Jury fand, dass sich der mächtige Mann in seiner kurzen Zeit als Chef der USA schon sehr für den Frieden in der Welt eingesetzt hat. Obama erhielt bei der Feier eine Medaille, eine Urkunde und viel Geld - umgerechnet knapp eine Million Euro.

Manche Leute meinen, dass Barack Obama den Friedenspreis nicht verdient hat. Sie kritisieren zum Beispiel, dass der Präsident gerade angeordnet hat, 30 000 weitere Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Sie sollen in dem Land in Asien für Sicherheit sorgen und gegen Aufständische kämpfen. Dabei sterben immer wieder Menschen.

Obama sagte dazu: „Krieg ist manchmal notwendig.“ Allein mit Verhandlungen könnte man die Aufständischen in Afghanistan nicht dazu bringen, sich geschlagen zu geben. „Daher spielt das Instrument des Krieges eine Rolle dabei, um den Frieden zu erhalten.“ Außerdem habe er als amerikanischer Präsident die Aufgabe, sein Land zu schützen und zu verteidigen.

Nicht nur der Präsident bekam gestern einen Nobelpreis. Auch andere Menschen wurden geehrt - allerdings nicht für ihren Einsatz für den Frieden, sondern für ihre Verdienste in der Wissenschaft, Wirtschaft und in der Literatur. Eine Deutsche ist ebenfalls unter den Preisträgern: die Schriftstellerin Herta Müller. Die Feier dafür ist allerdings immer im Rathaus von Stockholm in Schweden. Dort übergibt König Carl XVI. Gustaf die Preise. Nur der Friedensnobelpreis wird in Oslo verliehen.

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