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Grüner Blick durch die rosa Brille

Franz Ludwig Averdunk

Berlin - Trotz des Stimmenverlusts in Hessen und dem nicht eben üppigen Abschneiden in Niedersachsen: Grünen-Chef Reinhard Bütikofer gibt sich entschlossen, den Landtagswahlabend durch die rosarote Brille zu sehen: „Die rot-grüne Option ist wieder da“, liest er allen Ernstes aus den Zahlen heraus. Noch vor einem Jahr sei eine Koalition von SPD und Grünen „als weit hergeholt erschienen“, jetzt (schon in Hamburg) sei sie „in den Bereich des Erkämpfbaren gerückt“.

Parallel dazu macht er eine „deutliche Niederlage für das sogenannte bürgerliche Lager aus“ – ausdrücklich auch für Niedersachsen, wo die CDU schließlich Stimmen verloren habe. Bütikofers für die Grünen so tröstliches Fazit: „Keine glänzende Perspektive für schwarz-gelbe Koalitionsträume auf Bundesebene.“ Mithin: Durch den Ausgang der zwei Landtagswahlen sei die Bundestagswahl 2009 „offener und spannender“ geworden.

Angela Merkel bindet er in den hessischen Erdrutsch-Verlust der CDU mit ein. Sie habe den Wahlkampfstil Kochs unterstützt und deshalb „auch ein Stück weit mit verloren“. Als „sehr positive Lehre für die politische Kultur“ stuft er ein, dass nun klar sei: „Mit dieser Art von hetzerischer Politik“ könnten „auch die Konservativen“ keine Wahl mehr gewinnen.

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