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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Gute Orientierung und Fitness gefragt

Brigitte Striehn

Ibbenbüren. Soldaten müssen schnell und ausdauernd laufen, das gehört zur Ausbildung bei der Bundeswehr. Ein Zehn-Kilometer-Marsch ist also für die Reservisten der Truppe eher eine leichte Übung. Am Samstag führte die Reservistenkameradschaft (RK) Ibbenbüren im Verband der Deutschen Bundeswehr den „1. Ibbenbürener Orientierungsmarsch“ durch.

Es handelte sich um eine „Dienstliche Veranstaltung im Rahmen der freiwilligen Reservistenarbeit“. Organisiert wurde der Marsch durch einen Arbeitskreis unter der Leitung des Vorsitzenden der RK, Thomas Lüpping. Der Leitende war Hauptfeldwebel Horst Dieter Hoffmann. Unterstützung erhielten die Ibbenbürener durch Kreisvorsitzenden Klaus Morbach, Kreisorganisationsleiter Manfred Gerdes und Stabsfeldwebel für Reservisten, Gregor Lage.

Auf einer Wegstrecke von etwa zehn Kilometern mussten von den rund 100 Teilnehmern neun Stationen angelaufen werden. Vom Startplatz am Schützenhaus Goldhügel in Laggenbeck wurden die Mannschaften am Vormittag auf den Weg geschickt. Die Marschroute führte als Rundparcours entlang der alten Schleppbahn, durch den Rochus und am Hof Löbke vorbei wieder zum Ausgangspunkt. Zwei der acht teilnehmenden Mannschaften aus dem Kreis Steinfurt hatten die Schwierigkeit der Station Eins – Ermittlung der Wegstrecke nach vorgegebenen Koordinaten – unterschätzt und trafen verspätet am Ziel ein.

Mit Hilfe des THW Ibbenbüren war an der zweiten Station die anspruchsvolle Aufgabe der Überquerung eines Bombentrichters auf dem Seilsteg zu meistern. Dabei kam es auf Sicherheit und Schnelligkeit an. Nach der Ermittlung des Standortes durch Angabe der Koordinaten auf einer Karte, warteten an der vierten Station Verletzte auf eine Erstversorgung. Die Vorgabe lautete, den durch eine Mine schwer verletzten Soldatinnen sachkundig Erste Hilfe zu leisten. Mit Hilfe der realistischen Unfalldarstellung durch Sanitäter des DRK wurden Abschürfungen an den Händen, ein gebrochenes Bein mit offener Wunde und Bewusstlosigkeit durch eine Kopfverletzung simuliert. Die Kontrolleure gaben in der Auswertung Hinweise auf Fehler und bewerteten die Ergebnisse jeder Gruppe. Feuerwehr, DRK und THW nahmen im Rahmen der zivilmilitärischen Zusammenarbeit an der Übung teil.

Auch die Fertigkeiten bei der Waffenhandhabung wurden überprüft. Dazu sollten in kürzester Zeit ein Sturmgewehr G 36, eine Pistole P8 und eine Maschinenpistole MPi 2 zerlegt und zusammengesetzt werden. Die Sicherheitsprüfung stand am Schluss dieser Übung. Bei der Brandbekämpfung erhielten die Soldaten Unterstützung vom Löschzug Laggenbeck, die mit einem Einsatzfahrzeug angerückt war. Die Schläuche anzuschließen und den kräftigen Wasserstrahl gezielt auf „Pappkameraden“ zu richten, war keine leichte Aufgabe. Beste Schützen beim Pistolenschießen auf Ringscheiben waren die Kameraden der RK Ibbenbüren mit 113 Ringen.

Die Gesamtübung wurde mit einer Prüfung zu Fragen der sicherheitspolitischen Lage und des politischen Allgemeinwissens beendet. Auf Grund der sehr guten Resonanz aus allen Gruppen ist geplant, den Orientierungsmarsch in den nächsten Jahren zu wiederholen. Er dient der Kontrolle des Ausbildungsstandes und zur Pflege der Kameradschaft.

Im Anschluss an die Auswertung der Leistungsergebnisse und die Vergabe der Pokale für die besten Mannschaften fand ein Kameradschaftsabend im Schützenhaus statt.

Die Pokale für die ersten drei Plätze wurden an die RK Ibbenbüren (625 Punkte), die RK Greven (460 Punkte) und die RK Elte 1 (435 Punkte) vergeben.

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