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Gute Zeit an der Copacabana

Wilfried Sprenger

Münster. Das Ziel ist Peking, Kompromisse gibt es auf dem Weg dorthin nicht. Nebensächlichkeiten treten in den kommenden Monaten komplett in den Hintergrund, alles ist bei den Beachvolleyballerinnen Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen ausgerichtet. Die Uhr tickt. Noch 192 Tage.

Seit März 2007 läuft die Qualifikation. Bei den großen Turnieren in aller Welt geht es nicht nur um Prämien, sondern auch um Punkte für Peking. 24 Teams qualifizieren sich für das größte Fest des Sports. Als aktueller Weltranglisten-Neunter zählt das Duo vom USC Münster ohne jeden Zweifel zur Creme der sonnengebräunten Sandwühler. Und doch muss es um die Teilnahme fürchten; weil jeder Nation maximal zwei Startplätze zustehen und der Deutsche Volleyball-Verband noch weitere Paare der Extraklasse in seinen Reihen hat.

Aktuell führen die Berlinerinnen Sara Goller und Laura Ludwig die nationale Olympia-Qualifikation an. 3470 Punkte haben sie im vergangenen Jahr gesammelt und damit ihren Startplatz in China so gut wie sicher. Um das zweite Ticket streiten Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg/2850) und eben Brink-Abeler/Jurich (2820). Die Sache wird spannend, vielleicht sogar dramatisch.

Nach kurzer Weihnachtspause sind die beiden Münsteranerinnen seit Anfang Januar wieder im Training. Vergangenen Freitag kehrten sie von einem zweieinhalbwöchigen Trainingslager aus Brasilien zurück. Markus Dieckmann, ihr neuer Coach, begleitete sie an die Copacabana. „Es war eine gute Zeit und hat uns allen sehr viel Spaß gemacht“, sagte Brink-Abeler.

Leider musste die 28-Jährige für kurze Zeit passen. Eine Muskelzerrung zwang sie zu einer Auszeit. Coach Dieckmann vertrat sie in einigen Trainingspartien, ehe sich Brink-Abeler wieder fit meldete. Die letzten Testspiel-Ergebnisse der Münsteranerinnen waren verheißungsvoll. Gegen Maria Clara/Carol (Brasilien/10. der Weltrangliste) spielten sie vier Sätze und erreichten ein 2:2. Gegen die Norwegerinnen Maaseide/Glesnes (Nummer 16 in der Welt) gewannen sie 3:0. „Die Arbeit mit Markus trägt schon Früchte. In einigen Elementen sind wir sicherer geworden“, erklärt Brink-Abeler.

Von Freitag an bis zum 10. Februar werden Dieckmann und seine Schützlinge täglich in Düsseldorf trainieren. Danach haben Brink-Abeler und Jurich ein Problem: Für Dieckmann genießt dann das berufliche Fortkommen Priorität. Und ihr Headcoach Axel Büring ist mit den Damen des USC Münster noch in der Bundesliga beschäftigt. „Mal sehen, wie wir das lösen“, so Brink-Abeler.

Die Jagd nach Olympia-Punkten setzen die USC-Asse im März fort. Im australischen Adelaide möchte sie ein erstes Ausrufezeichen in 2008 setzen. Das vergangene schlossen sie überaus erfolgreich ab. In Phuket (Thailand) erreichten sie im November erstmals das Halbfinale auf der Welttour.

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