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Die RAF-Debatte

Hafterleichterung für Christian Klar

Stefan Felten

Karlsruhe (dpa) – Der ehemalige RAF-Terrorist Christian Klar bekommt Hafterleichterung. Das hat am Dienstag das Landgericht Karlsruhe entschieden. Das Gericht verpflichtete die Justizvollzugsanstalt Bruchsal zur „Gewährung von ersten begleiteten Ausgängen“.

Klars Anwalt hatte Beschwerde eingelegt, weil die ursprünglich in Aussicht gestellten Lockerungen für den Inhaftierten vorerst gestoppt worden waren, nachdem Klars fundamentale Kapitalismuskritik in einem Grußwort an die Rosa-Luxemburg-Konferenz im Januar in Berlin bekannt geworden war. Klar könnte – falls er nicht zuvor von Bundespräsident Horst Köhler begnadigt wird – frühestens Anfang 2009 nach 26 Jahren Haft freikommen.

Klar war wegen seiner Beteiligung am Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback im April 1977 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ungeklärt blieb, ob er die tödlichen Schüsse auf Buback abgegeben hatte. Nach einem Bericht des „Spiegel“ vom Wochenende soll der frühere RAF-Terrorist Stefan Wisniewski der Todesschütze gewesen sein.

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