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Hat Bankrotterklärung Spuren hinterlassen?

Cedric Gebhardt

Vorhelm - Es ist ein gutes Jahr her, dass Klaus Linnemann bei der ersten Mannschaft von Westfalia Vorhelm das Trainer-Amt von Klaus Kühn übernahm. Der erste Gegner, auf den die TuS unter Linnemann traf, ist derselbe wie der am Sonntag - Aramäer Ahlen. Um 15 Uhr kreuzen sich die Wege von Klaus Linnemann und seinem Gegenüber Pietro Nieddu. Auch beruflich haben beide miteinander zu tun und tauschten unter der Woche bereits Sticheleien aus.

Deutlich mehr einstecken musste dabei Linnemann nach dem 2:10-Debakel vom vergangenen Wochenende gegen die Beckumer Spielvereinigung 2. Linnemann selbst war verhindert, konnte der Demontage seines Teams nicht beiwohnen. Trotzdem gesteht er: „Als ich vom Ergebnis gehört habe, war ich geschockt. Das war eine Erniedrigung.“ Seine noch sehr junge Elf, die noch Reste von Eierschalen auf dem Buckel trägt, bezog gegen die mit sieben Landesliga-Spielern gespickte Beckumer Mannschaft ordentlich Dresche.

Die Defensive wurde dabei lediglich als Imitation einer Abwehr entlarvt. Schlimmer noch: Das Erfüllen der Grundvoraussetzungen schien der Westfalia fremd zu sein, wie einem Vegetarier ein saftiges Steak. Trotz aller Überlegenheit des Kontrahenten hätten sich Abteilungsleiter Tobias Brauner und Co-Trainer André Kaldewei von ihrer Truppe mehr Gegenwehr gewünscht. „Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten und ein gewisses Maß an taktischem Verständnis - man kann zumindest die grundlegenden Dinge erwarten“, betont Tobias Brauner.

Das habe man am Dienstag bei der Mannschaftsbesprechung deutlich zu verstehen gegeben. „Wir waren zehn Minuten im und 80 Minuten aus dem Spiel“, befand Brauner zudem. Dennoch, behauptet er, habe die sportliche Bankrotterklärung keine Spuren hinterlassen. Dies zu beweisen tritt die Westfalia gegen Aramäer an. „Das wird keine einfache Aufgabe, aber wir sind auf Wiedergutmachung aus“, verkündet Klaus Linnemann. Fehlen werden Simon Brehe (Erkältung), Maximilian Brockhues (private Gründe), Dennis Averhage (Zerrung) und Lukas Engelke (Schienbeinprellung). Deshalb werden die A-Junioren Philipp Woestmann, Christian Schmidt und Björn Weber für Sonntag in den Kader berufen. Zwischen den Pfosten steht mit Dirk Bleckmann wieder „der ärmste Kerl“ (Linnemann) des vergangenen Sonntags. Er hofft, dass er nicht noch einmal annähernd häufig hinter sich greifen muss.

Genau dafür aber will Pietro Nieddu mit seinem Team sorgen. Er verspricht: „Wir werden voll auf Sieg spielen.“ Robert Cicek (berufliche Gründe) und Stefan Tuna (Leistenprobleme) werden ihm fehlen. Die Premiere von Klaus Linnemann fiel übrigens zu Nieddus Ungunsten aus. Damals siegte Vorhelm mit 2:0.

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