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Hat ein elektrischer Defekt den Brand ausgelöst?

Klaus Rotte

Dickenberg. Die Kriminalhauptkommissare Markus Hettlage und Ewald Beckemeyer setzten am Montagmorgen ihre Ermittlungen in den zwei vom Feuer verwüsteten Wohngebäuden am „Abendsternschacht“ fort. Aus zunächst ungeklärter Ursache war dort Freitagmittag, wie berichtet, ein Brand ausgebrochen, der das von einem Untermieter genutzte Nebengebäude völlig zerstörte.

Schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde auch das von einer Mutter mit ihren vier Kindern bewohnte Hauptgebäude, dessen Dachgeschoss ebenfalls ausbrannte. Auch die unteren Räume sind nicht bewohnbar, hier entstanden vor allem Wasserschäden. Die Polizei geht nunmehr davon aus, dass der zunächst angenommene Sachschaden von 150 000 Euro „wohl erheblich höher“ ausfallen dürfte.

Erst nachdem die Brandstelle ausgekühlt war, konnte die Kriminalbeamten gestern nähere Untersuchungen vornehmen. Im Fokus steht dabei ein Vorraum des historischen Nebengebäudes, in dem sich die Stromverteilung befindet. Die Experten der Kripo sind sicher, dass das Feuer wegen des großen Zerstörungsgrads in diesem Raum ausbrach. Ursache könnte ein elektrischer Defekt gewesen sein.

Die polizeilichen Untersuchungen wurden am Montag wieder abgebrochen, weil die Versicherung wegen des hohen Schadens noch einen elektrotechnischen Sachverständigen hinzuziehen will. Die Kripo: „Eine vernünftige Entscheidung, wir sind schließlich keine Elektroingenieure.“ Gemeinsam mit dem Gutachter wollen die Kriminalbeamten am Dienstag ihre Untersuchungen fortsetzen. Bis zu deren Abschluss bleibt die Brandstelle durch Maßgabe der Staatsanwaltschaft weiterhin beschlagnahmt.

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