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Hawaii an zweiter Stelle

Münster. Am Sonntag war Thomas Caruso fast obenauf. Als Zweiter beendete der Hiltruper Ausdauer-Athlet von Tri Finish die Triathlon-Premiere in Münster in 2:04,05 Stunden. Eine starke Generalprobe des 35-Jährigen für die Ziele...

Von Jürgen Beckgerd

Münster. Am Sonntag war Thomas Caruso fast obenauf. Als Zweiter beendete der Hiltruper Ausdauer-Athlet von Tri Finish die Triathlon-Premiere in Münster in 2:04,05 Stunden. Eine starke Generalprobe des 35-Jährigen für die Ziele, die es in diesem Jahr noch zu bewältigen gilt. Und davon gibt es nach derzeitigem Stand der Dinge zwei ganz große: das erste greift Caruso Mitte Juli mit dem Start beim Ironman in Klagenfurt/Österreich an. Gegenüber der dort geforderten Ultra-Distanz mutet der Start am Sonntag in Münster fast wie ein Kindergeburtstag an. In Kärnten geht’s über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und die Marathonstrecke. „Eine ganz andere Hausnummer als in Münster“, weiß Caruso jedoch ganz genau, auf was er sich da einlässt. Im vergangenen Jahr war er bereits beim legendären Hawaii-Triathlon über diese Distanz. Gut möglich, dass Caruso in Klagenfurt erneut die Qualifikation für den Start auf der Inselgruppe im Pazifik schafft. „Wenn, fahre ich auch hin“, will Caruso keine Kompromisse eingehen. Allerdings legt er es beim Wettkampf in Österreich nicht darauf an, die begehrte Quali zu erreichen. Zweieinhalb Monate bis zum Start auf Hawaii scheinen ihm eigentlich zu kurz, um sich zu regenerieren und zugleich vorzubereiten. Eigentlich.

Ursprünglich hat Caruso vor, im nächsten Jahr in Florida die Qualifikation für Hawaii 2010 zu packen. „Aber bis dahin kann noch viel passieren und wer weiß schon, ob mir das in Florida auch wirklich gelingt?“ fragt er.

Dass er auf dem als sehr schnell bekannten Kurs in Klagenfurt eine Zeit von unter 9:30 Stunden erreichen kann, darauf hofft Caruso insbesondere nach dem starken Wettkampf in Münster. Womit das Hawaii-Ticket fast gebucht ist. „Im vergangenen Jahr ging der letzte Platz bei 9:29 Stunden weg“, erinnert sich Caruso.

In Münster war er schon „nah am Optimum“, wie er resümiert. Dass er 41 Minuten für die zehn Kilometer-Strecke benötigte: „Ich glaube nicht, dass die Laufstrecke exakt ausgemessen war. Das müssen bestimmt elf Kilometer gewesen sein.“ Und auch die Schwimm-Distanz sei wohl länger als ausgewiesen (1500 m) gewesen. „Oder ich war zu langsam“.

Dass Thomas Caruso überhaupt wieder in so bestechender Form ist, war von ihm selbst nicht zu erwarten. Ende 2007 zog er sich bei einem Arbeitsunfall einen Bruch des Querfortsatzes eines Wirbels zu. Erst im Februar dieses Jahres begann er wieder mit dem Training – und am Sonntag war er schon fast wieder obenauf.

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