1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Heißer Seehund am Rathaus

  6. >

Archiv

Heißer Seehund am Rathaus

wn

-lev- Laer. Der Laerer Weihnachtsmarkt ohne den heißen Seehund? Unvorstellbar. Das fand auch die Kolpingfamilie und baute daher pflichtbewusst ihre Bude auf dem Rathausplatz auf, um die Besucher des Weihnachtsmarktes am Samstag und Sonntag mit dem wärmenden Getränk aus Weißwein, Gewürzen und Rosinen zu versorgen. Das Rezept für die Zubereitung des heißen Seehunds verrieten sie indes aber nicht. Können sie nämlich auch gar nicht. „Wir kennen es selbst nicht“, gab Ralf Nolte von der Kolpingfamilie zu. Dafür wissen Marielle und Reinhard Knappe sowie Maria und Herbert Fraune umso besser Bescheid. Das Quartett braut den heißen Seehund vor neugierigen Blicken geschützt in den eigenen vier Wänden und beliefert den Kolpingstand in Stoßzeiten fast stündlich mit Nachschub.

Für eine ordentliche Grundlage sorgten die Reibekuchen, die Mitglieder des Kolpings immer frisch zubereiten. Wem es nach einem heißen Seehund immer noch exotischen Getränken dürstete, war bei den Junggesellen bestens aufgehoben. Direkt neben dem Kolpingstand boten sie Lumumba und einen alkoholhaltigen Punsch an. Die Junggesellen beteiligten sich wie auch der Förderverein der Grundschule, die evangelische Frauengruppe und die Nachbarschaft der Königstraße erstmals am Laerer Weihnachtsmarkt. Letztere stellen den Erlös ihres Verkaufs für das Laerer Ferienlager zur Verfügung.

„Der Weihnachtsmarkt hat sich vergrößert. Knapp 20 Buden stehen auf dem Rathausplatz“, erzählte Elke Schuchtmann-Fehmer, die bei der Organisation mithalf und auch einen eigenen Stand mit Handarbeiten und Weihnachtsdekoration betreute. Die Federführung bei den Planungen hatte in diesem Jahr erstmals der Dorfmarketingverein in der Hand, der von zahlreichen Ehrenamtlichen unterstützt wurde.

Der Weihnachtsmarkt beschränkte sich nicht nur auf den Rathausplatz, sondern zog Kreise bis in den Alten Speicher und ins Rathaus, wo die Besucher Schmuck, Fotographien auf Leinwand sowie Kunsthandwerk vorfanden. Im Haus Rollier reichte der Heimatverein zur Stärkung münsterländische Kost wie zum Beispiel Schinkenschnittchen.

Kinder, die nicht mit ihren Eltern über den Weihnachtsmarkt bummeln wollten, waren im Pfarrzentrum gut aufgehoben. An beiden Tagen lud die Initiative für Kinder und Jugendliche in Laer und Holthausen zum Spielen und Basteln ein. Mit Kuchen wurden sie vom Vergissmeinnicht-Verein versorgt. Auch im Architekturbüro Werger war der Nachwuchs am Sonntag herzlich willkommen. Franz Werger und Brigitte Kuse hatten im Vorfeld acht Vorleser gewonnen, die den Sprösslingen im Halbstundentakt weihnachtliche Geschichten vorlasen. Highlight am Sonntag war der Besuch des Nikolaus’, der für alle Kinder eine Kleinigkeit dabei hatte. Empfangen wurde er vom Jugendorchester Borghorst, das auf dem Rathausplatz aufspielte.

Startseite