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Hennes trägt Köln zum Sieg

Simon Büscher

Vorhelm - Der Geißbock Hennes ist bekanntlich das Maskottchen des 1. FC Köln. So durfte dieser auch beim „Mercedes-Ostendorf-Cup“ in Vorhelm nicht fehlen. Beim U14-Turnier, das mit zahlreichen Bundesliga-Teams und Austria Wien hochkarätig besetzt war, reisten die Kölner Junioren zwar nicht mit dem echten Geißbock, aber mit einem Plüschtier als Ersatz an. Große Vorfreude herrschte in den vergangenen Wochen beim Ausrichter Westfalia Vorhelm.

Schließlich hatte man solch ein großes Turnier vorher noch nie ausgetragen. Trotz der fehlenden Vorerfahrung war alles gut organisiert und der Turniertag verlief fast reibungslos. Auch sportlich konnten die Zuschauer hohes Niveau bestaunen. Die heimischen Teams von Westfalia Vorhelm und Rot-Weiß Ahlen waren mit ganz unterschiedlichen Erwartungen ins Turnier gestartet. So ging es für die C-Junioren aus Vorhelm vorrangig darum, Spaß zu haben an dem für viele Spieler einmaligen Erlebnis, sich mit den Nachwuchskickern der Bundesliga-Mannschaften zu messen. Ganz anders sah es da bei den C2-Junioren von Rot-Weiß Ahlen aus. Die Mannschaft von Jürgen von den Berg und Ralf Berghoff hatte bereits in der vergangenen Saison im Reviersport-Cup Erfahrungen gesammelt und hatte sich deshalb auch für den Cup im Hellbachdorf einiges vorgenommen. RW startete mit einem 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach gleich hervorragend ins Turnier. Torschütze für RW war Ogün Gümüstas. Trotz einer anschließenden 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC qualifizierte man sich als Tabellenzweiter für die Zwischenrunde. Eine Hammer-Gruppe mit Borussia Dortmund und Austria Wien hatten die Vorhelmer Nachwuchsfußballer erwischt.

Erwartungsgemäß waren beide Mannschaften zu stark für die Westfalia, die sowohl gegen den BVB als auch gegen Wien eine 0:5-Niederlage kassierten. TuS-Coach Jürgen Piechotta war dennoch zufrieden mit der Leistung: „Im Großen und Ganzen war es in Ordnung. Leider hatten wir etwas zu viel Respekt vor den beiden Gegnern.“ Vorhelm spielte danach mit den anderen Gruppenletzten, das Team Lichtblicke, die SG Sendenhorst und Mönchengladbach in einer Trostrunde um die Plätze neun bis zwölf. Gegen das Team Lichtblicke kam man trotz eines Tores von Mark Jüttemeier und großer Überlegenheit am Ende nicht über ein 1:1 hinaus, weil man vor dem gegnerischen Tor oft zu eigensinnig agierte. Gleiches galt für das Spiel gegen Sendenhorst, das man mit 1:2 verlor. Hinten leistete sich die Westfalia zu viele individuelle Fehler und vorne war ein Treffer von David Anker zu wenig für ein Unentschieden. Im letzten Spiel des Tages für Vorhelm gab es gegen Gladbach eine herbe 0:11-Pleite, und so musste sich der Gastgeber mit dem undankbaren letzten Platz begnügen.

Rot-Weiß dagegen spielte auch in der Zwischenrunde weiter im Konzert der Großen mit. Ogün Gümüstas besiegelte einen 1:0-Erfolg gegen Wien. Gegen Frankfurt verlor RW etwas unglücklich durch einen Foulelfmeter mit 0:1. Doch durch ein 0:0 in der abschließenden Zwischenrunden-Partie gegen Werder Bremen konnte RW sich für das Spiel um Platz drei gegen Borussia Dortmund qualifizieren. Dort siegte Ahlen nach ausgeglichenem Spielverlauf mit 4:2 nach Elfmeterschießen. Den entscheidenden Elfer verwandelte Jonathan Dehardt. „Wir sind natürlich mehr als zufrieden mit dem Abschneiden. Einziger Wermutstropfen ist, dass sich heute gleich fünf Spieler verletzt haben“, so RW-Trainer Jürgen von den Berg.

Das Finale beim „Mercedes-Ostendorf-Cup“ bestritten der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt. In einem temporeichen und spielerisch hochklassigen Endspiel siegte Köln mit 2:1 und durfte den Gewinn der „Vorhelmer Schale“ bejubeln. Glücksbringer Hennes hatte seine Arbeit getan.

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