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ASG-KARNEVAL

Hier kommt der Wendler gleich im Dreierpack

Sebastian Schnurpfeil

Ahlen - Raubkatzen, Schlangen und jede Menge Affen hangeln sich am Samstagabend durch die Stadthalle. Im Dschungel sind die Tiere los - und Sven Sandbothe (Tarzan), Sonja Nettebrock (Jane), Werner Güsgen (Schamane) und Doris Toppmöller (Löwe) helfen bei der Suche. „Dschungelparty“ lautet das Motto der diesjährigen ASG-Karnevalsparty.

Mi einer gigantischen Bühnendekoration im Rücken und tropischen Melodien aus den Boxen richtet sich das Moderatorenteam an die Bewohner des Urwalds, um ihnen zu allererst den Stadtprinzen mit seinem Gefolge anzukündigen. Mit den „Happy Trumpets“ vorweg marschiert er ein: Seine Tollität Prinz Dieter III. (Bultmann). Zunächst lässt dieser seine Garde tanzen, dann ruft - pardon: flüstert - er dem Narrenvolk entgegen, dass er sich schon jetzt auf den Rosenmontagsumzug freut. Sandbothe, der die angeschlagene Stimme des Stadtprinzen natürlich längst bemerkt hat, schenkt ihm im Namen des Vereins einen Schal und wünscht ihm „Gute Besserung“.

Anschließend ist es das Tanzpaar Michael Rose und Tanja Aßmann, das die Bretter des ASG-Karnevals mit stürmischen Tanzeinlagen rockt. Ihnen gleich machen es die Tanzgarden der Karnevalsgesellschaften „Schwarz-Gelbe Funken“ und „Klein-Köln“, die für ihre jeweilige Bühnenshow mit reichlich Applaus bedacht werden.

Für Stimmung sorgen zweifelsohne auch die heimischen Abteilungen der ASG. Die erste Handball-Damenmannschaft wartet mit einem Tanz-Medley aus diversen Dschungelmelodien auf. Keine Frage: In ihren Leopardenkostümen machen die jungen Damen eine mehr als gute Figur. Und auch „Oberlöwe“ André Deppe, der gleichzeitig der Trainer der Damen ist, bleibt ein Stimmungsgarant.

Und dann betritt er die Bühne, der Wendler. Zwar nicht das Original, aber zumindest einer seiner größten Fans: Merten Krings, Handballer bei den „Youngsters“, schnappt sich das Mikro und gibt mit zwei weiteren Wendler-Doublen Vollgas. Und keine Viertelstunde später sind sie noch einmal da, die „Youngsters“. Mit zerrissenen T-Shirts tanzen und singen sie auf der Bühne, dass es großen Spaß macht, den jungen Herren dabei zuzuschauen.

Festzustellen ist allerdings, dass diese mit so viel Mühe vorbereitete Veranstaltung definitiv mehr Publikum verdient hat. Liegt es an den Parallelveranstaltungen? Als neutraler Zuschauer kann einem da jedenfalls nur der Comedian Leid tun, der nicht nur vor teilweise leeren Tischreihen spielen, sondern sich auch noch während seines Programms mit Gästen auseinandersetzen muss, die Trinklieder grölen . . . Dann kauft man keine Eintrittskarte. Eigentlich.

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