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Karneval im Kreis Coesfeld

Hintertürchen für die „Harmonists“

Werner Storksberger

Seppenrade. Eine gute und eine schlechte Nachricht für alle Fans der Stabil-Daobi-Rosenmontags-Sitzung, die früher einmal „Mütterkaffee“ hieß. Zunächst die schlechte: Die „Comedien Harmonists“ – im richtigen Leben die Aktiven des Spielmannszuges Klingendes Spiel – gaben gestern ihre Abschiedsvorstellung. Und jetzt die gute Nachricht: Die Play-Back-A-Capella-Akteure ließen sich noch ein Hintertürchen offen. „Falls einem ein gutes Thema einfällt, gibt es ein Wiedersehen“, so Klaus Bücker. Die Seppenrader Karnevalisten sollten sich also etwas einfallen lassen, denn die „Comediens“, die auch als Backstreet Boys umjubelt waren, sind Garanten für Top-Stimmung.

Gestern setzten sie im voll besetzten Festzelt der Stimmung jedoch nur noch die Krone auf. Die Programmgestalter hatten in diesem Jahr nicht daneben gegriffen. Beim besten Programm seit Jahren blieben keine Wünsche offen. So hatte Sitzungs- und Stabil-Daobi-Präsident Ludger Stegt keine Mühe, das Programm von einem Höhepunkt zum nächsten zu leiten.

Zu den Garanten für gute Stimmung gehörten nicht nur die „Comedien Harmonists“. Traditionell wechseln sich heimische und „eingeflogene“ Akteure ab. Aus dem Programm nicht wegzudenken sind die heimischen Tanzgruppen. Während die Tetekumer Funken das Thema „Fluch der Karibik“ umsetzten, kamen die Ambossfunken nicht nur als Gardistinnen. Ihr zweiter Show-Auftritt kam den Besuchern orientalisch vor.

Keine leichte Aufgabe hatten Bauchredner Merlin und sein Begleiter Willi. Als erste Akteure das Eis zu brechen, fäll schwer, insbesondere wenn man mit der Technik hadert. Diese Sorgen hatte Cito Pilini nicht. Der vielseitige „Lachenmacher“, so sein künstlerischer Untertitel, hätte mit seiner Mischung aus Comedy, Jonglage und Musik-Entertainment den ganzen Abend alleine gestalten können – natürlich auch mit Unterstützung aus dem Publikum. Dass sich Stefan van den Eertwegh „Die Erdnuss“ nennt, hat einen guten Grund: Wer kann sich einen solchen Namen schon merken? Seit gestern kennen ihn die Seppenrader unter seinem Pseudonym umso besser: Bei den Gags des Büttenredners blieb kein Auge trocken. Und was wäre die Rosenmontagssitzung ohne eine charmante Sängerin, die den Laden noch einmal so richtig aufmischt? Nichts! Also: „Sünke“ gab den Seppenradern den Rest. . .

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