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Hitze: Ahlener Schüler kollabieren bei Bundesjugendspielen

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Ahlen - Hitze und Sport – schweißtreibend und eine gefährliche Mischung: Mehrfach musste der Rettungsdienst im Laufe des Dienstagvormittags zum Sportpark Nord ausrücken. Dort richtete die Fritz-Winter-Gesamtschule gerade ihre Bundesjugendspiele aus, als mehreren Schülern unabhängig voneinander schwarz vor Augen wurde. „Bei vier Schülern war der Kreislauf kollabiert, außerdem gab es eine Verletzung, die behandelt werden musste“, sagte der diensthabende Wachabteilungsleiter Ronny Pälmke auf Anfrage unserer Zeitung. Bei den jungen Sportlern gab es eine plötzlich einsetzende, kurz andauernde Bewusstlosigkeit, die mit einem Verlust der Haltungskontrolle einherging. Sie mussten notärztlich behandelt werden. Andere klagten über Unwohlsein. Verärgert zeigte sich ein Elternpaar, das sich am Nachmittag in der Redaktion unserer Zeitung meldete, über die Vorgehensweise der Schule: „Die haben trotz der Hitze stramm durchgezogen“, sagten sie. Ihrer Meinung nach hätten die Spiele bei dem Wetter abgebrochen werden müssen. „Alles kritisiert die Deutsche Bahn, die Schüler ohne Klimaanlage fahren lässt. Da sollten Schulen doch mit gutem Beispiel vorangehen.“ Die Schulleitung war am Nachmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Überhaupt meldet das Ahlener St.-Franziskus-Hospital derzeit sehr viele Hitzepatienten. „Die meisten werden wegen Flüssigkeitsmangel eingeliefert, es gibt aber auch viele Hitzeschäden wie Kreislaufkollaps“, sagt Krankenhaus-Sprecherin Elisabeth Eickmeier. „Zum Glück ist die Notfallambulanz noch nicht überlastet, denn bei diesem Wetter fallen andere Krankheitsbilder wie etwa Bronchialinfekte weg.“

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