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Adieu Schnee

Hochwasser durch Tauwetter: Behörden bleiben ruhig

Stefan Werding

Münsterland - Zentimeterdicker Schnee auf Straßen und Feldern, mögliche Temperaturen von bis zu sieben Grad und erwarteter Regen - da könnte es ein neues Problem geben: Hochwasser. Aber die Bezirksregierung Münster erwartet nicht viel mehr als ein „eher übliches Winterhochwasser“, wie ihre Sprecherin Sigrun Rittrich am Mittwoch erklärte. Jedenfalls bezeichnete sie eine Prognose als „sehr, sehr schwierig“.

Alles hängt davon ab, was wann passiert. Sollten Regen und hohe Temperaturen zusammenfallen und der Boden noch gefroren sein, könnte es zu einem „relativ schnellen Anstieg des Wassers“ kommen, sagte Rittrich.

Die Stadt Coesfeld hat an die Anlieger appelliert, vor ihren Häusern die Gullis freizuschaufeln. In Dülmen versuchten Mitarbeiter des Baubetriebshofes, Eis von Gullis zu entfernen, damit geschmolzener Schnee besser ablaufen kann. Die Stadt Münster hat die Anlieger von Werse und Angel daran erinnert, Kellerschächte auf jeden Fall zu verschließen - möglichst mit einer maßgeschneiderten, mit Silikon abgedichteten Spanplatte.

Am Mittwoch lagen die Pegelstände im Münsterland leicht über dem Mittelmaß, die Tendenz war fallend. Die Dinkel lag am Nachmittag bei 25 Zentimetern, der Mittelwert liegt bei 27. Bis der Kreis Borken mit den Kommunen vor Ort Kontakt aufnimmt, muss das Flüsschen auf 150 Zentimeter steigen. „Wir haben noch Luft nach oben“, sagte deswegen die Sprecherin des Kreises, Andrea Hertleif.

Ähnlich gelassen ist Norbert Kirchhoff vom Kreis Warendorf. „Da kommt ja keine Flutwelle. Das ist alles überschaubar“, sagte er. Auch Dr. Johannes Foppe vom Kreis Coesfeld bleibt entspannt. „Wir gehen davon aus, dass Berkel und Stever das schaffen“, sagte er.

Am Donnerstagnachmittag kann es bis zu sieben Grad, am Samstag sogar zwölf Grad warm werden. In der Nacht zum Freitag soll es regnen.

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