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Rot Weiss Ahlen

Hocks Tage sind gezählt

Franz Prinz

Ahlen - Christian Hock wird nicht mehr über den 30. Juni hinaus Trainer bei Rot-Weiß Ahlen sein, der Kontrakt mit dem sportlichen Berater Hermann Gläsener endet am 31. Mai. Was sich bereits seit einigen Tagen angedeutet hatte und am Donnerstag Vormittag vom Coach im Gespräch mit der „AZ“ bestätigt wurde, gab der Verein am Nachmittag auch offiziell bekannt. „Diese Entscheidung basiert auf der Tatsache, dass wir in der Dritten Bundesliga einen kompletten Neuanfang gestalten möchten“, heißt es in der Pressemitteilung des Clubs. Wer Christian Hock beerben wird, steht noch nicht fest. Uwe Fuchs, kürzlich in Wuppertal entlassen, scheint ein Kandidat zu sein.

RW-Präsident Heinz-Jürgen Gosda wird in der Pressemitteilung mit folgenden Worten zitiert: „Wir wollen den Abstieg nutzen, um uns sportlich neu aufzustellen. Zur Vorbereitung auf die neue Saison benötigen wir frischen Wind. Und dazu gehört nun mal ein Schnitt, auch wenn es uns menschlich gesehen für Christian Hock sehr leid tut, da er hervorragend ins Umfeld passte. Wir bedanken uns bei ihm für die geleistete Arbeit und wünschen ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute.“

Die seit der Entlassung von Stefan Grädler vakante Position des sportlichen Leiters wird von Ex-Spieler Ronald Maul übernommen. „Es hat uns sehr gut gefallen, wie sehr er sich in den vergangenen Wochen in die Vereinsarbeit mit eingebracht hat“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Er ist sehr akribisch und hat gute Ideen. Seine Vorstellung, was die neue Saison angeht, hat viele Parallelen zu unseren. Zudem hat er ein Händchen dafür, mit jungen, hungrigen Spielern umzugehen. Dies ist für uns im Hinblick auf die Zukunft des Vereins und besonders im Hinblick auf die neue Saison elementar wichtig. Hinzu kommt, dass Ronny sich mit dem Verein identifiziert.“

Gleiches bescheinigt Heinz-Jürgen Gosda auch Daniel Thioune, der offiziell seinen Abschied als Spieler verkündet hat und sich noch alle Optionen für seine Zukunft offen halten will. „Wir haben ihm viel zu verdanken und würden uns freuen, ihn in Zukunft in die Vereinsarbeit mit einbinden zu können“, so der Präsident.

Da Thioune nach eigener Aussage gerne „ganz nahe an der Mannschaft“ sein möchte, ist sogar ein Einsatz als zukünftiger Co- Trainer denkbar - auch wenn hier natürlich der neue Chefcoach mitreden muss. Andreas Zimmermann, derzeit Assistent des aktuellen Cheftrainers Christian Hock, wird jedenfalls demnächst nicht mehr viel Zeit für seinen Verein haben. Denn seine Teilnahme am in diesen Tagen startenden Trainerlehrgang endet immer erst mittwochs. Die Spiele der Ahlener in der Dritten Liga werden wegen des Flutlichtes wohl oft schon freitags, spätestens aber samstags stattfinden. Da bleibt nicht mehr viel Zeit, intensiv mit dem Kader zu arbeiten. Gut möglich, dass Ahlens neuer Chefcoach neben Torwarttrainer Dirk Langerbein dann sogar zwei Assistenten an seiner Seite hat.

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