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Hoffnung für entführten Deutschen

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Kabul/Berlin/Seoul – Gut vier Wochen nach der Entführung des deutschen Bauingenieurs Rudolf B. in Afghanistan ist die Hoffnung auf eine Freilassung der Geisel wieder gewachsen. Es gebe wieder Kontakt zu dem 62-Jährigen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Donnerstag aus gut unterrichteten Kreisen. Der Fall habe eine positive Dynamik gewonnen. Aus zuverlässiger Quelle hieß es, die Aussichten auf eine Freilassung des Deutschen erschienen derzeit so gut wie in den vergangenen zwölf Tagen nicht.

Beobachter machten aber darauf aufmerksam, dass gesicherte Prognosen nicht möglich seien. Dafür sei die Sicherheitslage in den Provinzen Wardak und Ghasni, in deren Grenzgebiet der 62-Jährige festgehalten werden soll, zu kompliziert. Rudolf B. war am 18. Juli von einer örtlichen Taliban-Gruppe entführt worden. Eine zweite deutsche Geisel wurde erschossen. Die örtliche Gruppe soll nur losen Kontakt zu den radikalislamischen Taliban von Mullah Omar haben.

Im Geiseldrama um die in Afghanistan verschleppten Südkoreaner sind nach Angaben aus Vermittlerkreisen Diplomaten aus Seoul und Taliban-Vertreter wieder zu Verhandlungen zusammengetroffen. Die Gespräche über das Schicksal der 19 Südkoreaner, die sich noch in der Gewalt der Taliban befinden, seien am Donnerstag im Büro der Hilfsorganisation Roter Halbmond in der Stadt Ghasni wiederaufgenommen worden, sagte der Stammesführer Haji Zahir der dpa. Es sei der selbe Ort, an dem sich beide Seiten nach der Freilassung von zwei weiblichen Geiseln zuletzt am Montag getroffen hätten. Die islamischen Extremisten fordern den Angaben zufolge von der Regierung in Kabul nach wie vor die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen, ansonsten werde keine Geisel mehr freikommen. Zwei koreanische Geiseln sind von den Entführern erschossen worden.

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