1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Honorarreform

  6. >

Politik Inland

Honorarreform

wn

Drei Milliarden Euro mehr - so lautete im Zusammenhang mit der Honorarreform die gute Nachricht für die 140 000 niedergelassenen Ärzte. Doch das gegenüber dem Jahr 2007 deutliche Plus im Topf ist mit beträchtlichen Nebenwirkungen verbunden. Eine davon: Ein Hausarzt in Westfalen-Lippe soll aufgrund der bundesweit unterschiedlichen Vergütungsregelungen mit 32,43 Euro pro Patient und Quartal auskommen. In allen anderen Regionen bekommt ein Hausarzt mehr, in Niedersachsen 44 Euro. Betreut ein Hausarzt viele Patienten mit hohem Behandlungsbedarf, schneidet er besonders in Westfalen-Lippe schlecht ab, denn der Pauschalbetrag macht im Schnitt etwa 60 Prozent seiner Einnahmen aus. Zwar hat er noch einen Anspruch auf Honorar für eine Reihe von Leistungen, doch muss ein Drittel der Hausärzte in Westfalen-Lippe Einkommenseinbußen verkraften. Mediziner fordern seit langem eine bundesweit einheitliche Lösung.

Startseite