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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Hörstel: Angeklagter spricht von einem Schmerz

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Ibbenbüren/Hörstel. Vor dem Strafgericht in Ibbenbüren unter Vorsitz von Richter Lagemann sollte am Mittwoch eine Verhandlung wegen sexueller Übergriffe auf die eigene achtjährige Tochter eines 34-jährigen Angeklagten stattfinden. Aber der Beschuldigte Hörsteler erschien nicht vor Gericht. Es wurde ein neuer Termin anberaumt, bei dem der Mann vorgeführt werden soll.

Wie einem Rechtsgespräch zwischen Richter und Staatsanwaltschaft über das weitere Procedere zu entnehmen war, soll der Angeklagte sich ab Juli 2007 im Chatroom mit einem anderen Mann, der sich als 19-jährige „Katja“ ausgegeben hatte, zu sexuellen Handlungen bei sich zu Hause verabredet und dabei seine achtjährige Tochter angepriesen haben. Gleichzeitig soll er drei Fotos, auch eines von seiner eigenen kleinen Tochter in der Badewanne, mitgeschickt haben.

Der Adressat, der sich zunächst nur einen Scherz mit dem Angeklagten erlaubt hatte, ging daraufhin zur Polizei. Das Kind wurde dem Angeklagten sofort entzogen. Er war bis dahin alleinerziehender Vater. Der Angeklagte selbst bestritt die Dialoge im Chatroom nicht, behauptet aber, dass alles nur ein nicht ernst gemeinter Spaß gewesen sei.

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