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Schützenfeste im Kreis Coesfeld

Hüppe trifft - Davensberg jubelt

Theo Heitbaum

Davensberg - Hüppe, der Magier, lässt schon länger Kinderherzen höher schlagen. Der Namensgeber der kleine Plüschfigur sorgt seit gestern in Davensberg für ein Stimmungshoch: Hubertus „Hüppe“ Trahe regiert die Bürgerschützen. Mit ihm steigt Susann Budnik auf den Thron.

Das Schützenvolk lag sich unter den Eichen am Telgenpatt in den Armen. „Ein toller König“, jubelte Bernd Bücker aus dem Vereinsvorstand. Die scheidende Majestät Hermann Horstkötter strahlte: „Ein würdiger Nachfolger!“ Die vielen Sympathien, die dem neuen König entgegenschlugen, haben einen Grund: Hubertus Trahe gehört zu den liebenswertesten Menschen im Davertdorf. Einer, der um sich wenig Aufhebens macht, aber für jede Hilfe zu haben ist. Deswegen war der erste Schreck vielleicht verständlich, denn die nächsten zwölf Monate steht Hubertus Trahe im Mittelpunkt, muss die ihm eigene Bescheidenheit pausieren.

Susann Budnik hatte erst kurz vor dem finalen Schuss versprochen, als Königin bereit zu stehen. „Mein Mann schießt ja doch nicht“, schmunzelte sie auf dem Thron. Nun regiert sie das Schützenvolk an der Seite von Hubertus Trahe, der als zweiter Vorsitzender des SV Davaria viel für den Sportverein tut.

Seit das kleine Plüschtier nach ihm benannt ist, wird Hubertus Trahe nicht nur Hüppe, sondern auch schon einmal „Magier“ gerufen. Zauberei war gestern um 19.20 Uhr aber nicht im Spiel als der letzte Vogelrest mit dem 291. Schuss zu Boden fiel. Es war ein Volltreffer auf einen halbierten Holzkorpus. Der König hätte gestern auch Timo Egbringhoff heißen können. Er hatte alles geregelt, seine „Königin“ war schon auf dem Platz, und er selbst war willens König zu werden. Allerdings: Timo Egbringhoff wollte nicht ohne Konkurrenz, also zwei Mal in Folge, schießen. So kam Hubertus Trahe nach vorne und ließ die Massen jubeln.

„Wir hatten uns gewünscht, dass er 2006 König wird“, erzählten seine Eltern Paula und Wilhelm Trahe, denn das wäre genau 50 Jahre nach ihrer Regentschaft gewesen. Damals klappte es nicht, dafür jetzt. Als Hofdamen werden Marita Mörchen und Ulrike Schütte die Majestäten begleiten. Die Wache wird von ehemaligen Königen gestellt, die Spieß Tobias Altenhövel nach seinem launigen Rückblick aufs Schützenjahr ins Amt gehoben hatte. Die spaßigen Anekdoten begannen mit einer Schwimmübung von Timo Egbringhoff und endeten bei einem Versprechen von Frank Naber - ob die Turmbläser Sonntag wohl „Mendocino“ spielen?

Dort wird Sekt für Insignienschützen verteilt. Phillipp Roberg traf das Körbchen, Philipp Appel die Krone und den Apfel, Kai Grabbe Zepter und rechten Flügel, Berthold Beckendorf den linken Flügel und Hubertus Trage den Schwanz - später dann mehr, so dass die Freude überschwappte.

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