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Husky ist nicht gleich Husky

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Sassenberg/Schweden - Wer sich die Schlittenhunde der Schucherts aus Sassenberg anschaut, mag sich fragen, welcher Hunderasse diese Schlittenhunde angehören. Und warum haben sie nicht alle blaue Augen?

Das ist in Insiderkreisen recht einfach beantwortet. Es handelt sich um so genannte „Alaskan Huskies“. Der Alaskan Husky unterliegt keinem festgelegten Zuchtstandard. Er wurde ursprünglich - wie der Name schon sagt - in Alaska auf Basis von sibirischen Huskies unter Einkreuzung von Jagdhunden und sogar Windhunden gezüchtet. Das einzige Zuchtziel beim Alaskan Husky ist es, einen optimalen Schlittenhund für den jeweiligen Zweck zu erhalten. Das Aussehen spielt dabei eine untergeordnete Rolle, deshalb gibt es die Schlittenhunde in allen möglichen Farben und sogar Größen.

Entscheidend ist einzig die Tauglichkeit für die vorgesehene Art der Belastung. Die Sassenberger Hunde müssen kraftvoll und ausdauernd, müssen genügsam, kältetauglich, im Team und dem Musher gegenüber verträglich sein. Oft blicken die Hunde auf einen langen Stammbaum erfolgreicher Vorfahren zurück. Nicht selten haben sie Verwandtschaften rund um den Erdball.

Bei kürzeren Schlittenhunderennen wird mehr Wert auf Schnelligkeit gelegt und die Kälteresistenz fällt nicht ganz so hoch ins Gewicht. Deshalb spricht man nicht selten auch von „Hounds“ und bringt damit auch den hohen Anteil an Jagdhundblut zum Ausdruck.

Zu den klassischen, reinrassigen Schlittenhunden zählt vor allen Dingen der Siberian Husky. Bei Schlittenhunderennen ist er unter den Reinrassigen am häufigsten anzutreffen und dort der Schnellste. Aber auch die kräftigeren Alaskan Malamutes und die Grönlandhunde kann man sehen. Nur gelegentlich trifft man noch Samojeden - Gespanne.

Heutzutage gibt es Schlittenhunderennen - vor allem auf kürzeren Distanzen - wo alle relevanten Hunderassen gemeinsam antreten, aber separat gewertet werden. Denn schneller als die reinrassigen Hunde sind die „Hounds“ auf kürzeren Strecken oder eben die „Alaskan Huskies“ auf längeren Strecken.

Bei den Langdistanzrennen in Norwegen, dem Femundlopet und dem Finnmarkslopet, bei denen Bernhard Schuchert aus Sassenberg mit seinen Hunden antreten wird, werden fast ausschließlich „Alaskan Huskies“ am Start sein.

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