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Bocholter Textilunternehmen

Ibena blickt optimistisch in die Zukunft

wn

Bocholt/Rhede. Mit seinen Haus- und Heimtextilien erzielte die Ibena Textilwerke GmbH im vergangenen Jahr ein Umsatzplus in zweistelliger Höhe. Dieses Ergebnis möchte der für diese Sparte zuständige Vertriebs- und Marketingleiter Stephan Overbeck in diesem Jahr gerne noch toppen. „Wir sind dafür gut aufgestellt“, sagte Overbeck gestern nach der Rückkehr von der Heimtextilmesse in Frankfurt, wo auch Ibena mit einem Stand vertreten war.

Die Stimmung in der Branche sei in Frankfurt „verhalten optimistisch“ gewesen, sagte Overbeck, frei nach dem Motto: „Schauen wir mal, was 2012 bringt“. Damit sei sie schon etwas zurückhaltender gewesen als 2011, als man nach der vorangegangenen Krise noch eine „Vollgas-Stimmung“ gespürt habe.

Ganz verstehen könne er diese Haltung nicht, denn die Geschäfte in der Heim- und Haustextil-Branche liefen gut. Gerade in politisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten hätten Trendforscher einen tendenziellen Rückzug in die eigenen vier Wände beobachtet. Und dieses sogenannte Cocooning erhöhe dabei vor allem die Nachfrage im Bereich der Heimausstattung.

Um das Ergebnis des Vorjahres zu toppen, wolle man Bereiche, die man in der Vergangenheit ein wenig vernachlässigt habe, aber in denen noch Potenziale steckten, stärken, kündigte Overbeck an. Das gelte auch für den Auslandsmarkt. Personell habe Ibena in den beiden vergangenen Jahren schon aufgestockt. Knapp 30 Mitarbeiter seien eingestellt worden, so dass sich deren Zahl für die Standorte in Bocholt und Rhede auf insgesamt knapp 300 erhöht habe.

„Wir haben aber auch kräftig in die Produktion investiert“, sagte Overbeck. So seien 2011 unter anderem Webmaschinen der neuesten Generation angeschafft worden, aber auch eine neue Schermaschine und eine neue Abgasanlage. „In dieser Hinsicht werden wir auch in diesem Jahr noch einiges tun“, so Overbeck.

Kräftig investiert habe man auch in das Werk in China, „das zwar nur für den chinesischen Markt produziert, sich in den vergangenen Jahren aber hervorragend entwickelt hat“, sagte der Vertriebs und Marketingleiter. Durch einen Neubau solle das Werk völlig modernisiert werden.

Geld nahm Ibena auch für die gerade zu Ende gegangene Heimtextil in die Hand. Dort war das Familienunternehmen mit einem neuen Messestand vertreten. Der war allerdings auch deutlich kleiner als in den Vorjahren ausgefallen. „Diese Entscheidung war genau richtig“, sagte Overbeck, zumal die Besucherzahlen leicht rückläufig gewesen seien.

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