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IHK Nord Westfalen und Bezirksregierung veranstalten Unterrichtswettbewerb

Elmar Ries

Münster - Die Industrie? Gemessen an ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung spielt sie im ökonomischen Bewusstsein der Öffentlichkeit nur eine untergeordnete Rol­le. Um das zu ändern, aber eben auch, um mit Blick auf den demografischen Wandel einem landauf, landab drohenden Facharbeiter-Mangel in dieser Sparte frühzeitig entgegenzuwirken, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen gemeinsam mit der Bezirksregierung in Münster ei­nen Unterrichtswettbewerb ausgelobt, der sich etwas sperrig „Die Industrie und ihre Rolle in der Wertschöpfungskette“ nennt. Gestern stellten die Projektpartner in Münster die Idee, ihre Motive und die Ziele vor.

Letztlich gehe es bei dem Wettbewerb darum, die „Rolle der Industrie als tragende Säule unserer Wirtschaft herauszuarbeiten“, sagte IHK-Präsident Dr. Be­nedikt Hüffer.

Eingeladen sind Lehrer der Sekundarstufe I im Regierungsbezirk, die in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 zu diesem Thema arbeiten und ih­ren Schülern einen Unterricht der besonderen Art bieten wollen. Was meint: Keine eher dröge Vermittlung von Daten und Fakten, sondern vielmehr das gemeinsame Entdecken eines vielfältigen und durchaus spannenden Stücks Wirtschaftsraum vor der ei­genen Haustür. Der Wettbewerb ist mit einem Preisgeld von insgesamt 10 000 Euro ausgestattet.

Knapp 4000 Industrieun­ternehmen gibt es im IHK-Bezirk. Das bedeutet auch: Quasi in jedem Ort und damit vor der Haustür einer jeden Schule ist ein solcher Betrieb zu finden. „Die Bereitschaft der Unternehmen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen, ist groß“, sagte IHK-Geschäftsführer Wieland Pieper.

Von der Idee angetan zeigte sich gestern auch Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek. Dass mehr Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge vermittelt wird, sei auch ein Anliegen seiner Behörde, sagte er. „Darum ist es sehr zu begrüßen, wenn Schulen und Wirtschaft zusammenarbeiten.“ Auf diese Weise könne zudem manchem Schulabgänger klargemacht werden: „Du hast gute Chancen, auch in Deiner Region einen Job zu finden.“

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