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Ihr Lebensraum wird immer kleiner

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Die Riesen blicken mit aufmerksamen Augen umher. Es sind Menschenaffen aus Afrika, genauer: Gorillas. Im nächsten Jahr wollen viele Menschen mehr als bisher für diese besonderen Tiere tun. Denn das Jahr 2009 wurde zum Jahr des Gorillas ernannt. Anfang der Woche starteten Experten und Prominente bei einer internationalen Naturschutz-Konferenz in Rom in Italien diese Aktion.

Und warum müssen Gorillas besser geschützt werden? Diese Menschenaffen sind stark bedroht. Darauf wollen die Fachleute aufmerksam machen. Sie befürchten, dass es von drei der vier Gorilla-Unterarten bald keine Tiere mehr in freier Wildbahn geben könnte.

Die Gründe: Unter anderem holzen die Menschen in Afrika Regenwälder ab, in denen die großen Affen leben. Dadurch werden deren Lebensräume immer kleiner. Und manche Leute jagen auch Gorillas, obwohl es verboten ist. Diese Wilderer verkaufen dann das Fleisch – manchmal, weil sie selbst in Not sind. Außerdem sterben eine Menge Gorillas an schlimmen Krankheiten.

Deshalb wollen unter anderem die Vereinten Nationen – kurz UN – mehr für den Schutz dieser Menschenaffen tun. Dafür gibt es unterschiedliche Projekte. Zum Beispiel sollten weniger Bäume gefällt werden. Bisher wird aus dem Bäumen auch viel Holzkohle gemacht. Daraus beziehen die Leute dort ihre Energie. Und bei einem Projekt wurden zum Beispiel bessere Holzkohle-Öfen entwickelt, für die weniger Bäume gefällt werden müssen.

Oder Wildtierjäger könnten zu Bienenzüchtern umgeschult werden. Dann könnten sie anders ihr Geld verdienen und müssten dafür keine Affen mehr töten. Auch Beobachtungstouren für Touristen zu Gorillas können eine gute Idee sein. Damit könnten Menschen in diesen Gebieten Geld verdienen.

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