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Fahrradklau auf Tiefststand

Im Jahr 2011 gibt es weniger als 5000 Leezen-Diebstähle / Polizei: Maßnahmen zeigen Wirkung

Münster

Michael Große Schute und Steffen Bürger holen auf der Promenade die Kelle raus: Halt Polizei! Das Signal gilt einem jungen Mann auf seinem sportlichen Rad. Der steigt vor dem Zwinger ab, die beiden Beamten in Zivil kontrollieren Rahmennummer und Ausweis. Wieder eine der monatlichen Schwerpunktkontrollen gegen Fahrraddiebstahl, die offenbar Wirkung zeigen: Erstmals in diesem Jahrtausend sinkt 2011 die Zahl der gestohlenen Leezen in Münster voraussichtlich deutlich unter die 5000er Marke, wie Kriminaldirektor Bertram Welsing mitteilt: „Eine erfreuliche Tendenz.“

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Seit 2001 sind in Münster laut Polizeilicher Kriminalstatistik jährlich zwischen 5038 und 6362 Fahrräder gestohlen worden. Doch erstmals scheint in diesem Jahr die Schallmauer von 5000 Delikten nicht mehr durchbrochen zu werden.

Welsing führt dies auf eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen zurück. Zum einen helfen die Schwerpunktaktionen zeitgleich an mehreren Stellen im Stadtgebiet. Aber auch die registrierten Fahrräder erleichtern der Polizei die Arbeit. Allein in diesem Jahr wurden Welsing zufolge 14 000 Fahrräder neu in die Fahrradhalterdatei aufgenommen, die inzwischen insgesamt mehr als 100 000 Zweiräder umfasst. Wie schon im vergangenen Jahr erwartet der Polizeidirektor, dass 2011 etwa jeder zehnte Fahrraddiebstahl aufgeklärt wird. Dann könnten die Beamten wohl die Quote aus dem Jahr 2010 von 10,4 Prozent erreichen.

Bei der Aufklärung halfen der Polizei gezielte Hinweise aus der Bevölkerung, betont Welsing. Aufgrund derer konnten gleich in drei Fällen Diebeszüge von neun mehr Fahrrädern verhindert und die Täter dingfest gemacht werden, wie der Kriminaldirektor berichtet.

Aufgrund der hohen Zahl von Fahrraddiebstählen ist die Bekämpfung dieses Delikts seit 2009 als eines von insgesamt drei Behördenzielen ausgegeben worden. Bereits im Jahr 2010 sank die Fallzahl um 360 Taten auf 5038 und erreichte damit im Vergleich der zurückliegenden zehn Jahre einen neuen Tiefststand erreicht.

Als Michael Große Schute, Steffen Bürger und seine fast 20 Kollegen am Donnerstag die Kelle aus der Hand legen, haben sie 110 Radler überprüft. Sechs Fahrräder stellen sie sicher, gegen drei Personen leiten die Beamten ein Ermittlungsverfahren ein.

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