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Ahlener SG

Im Schongang zum Sieg

Von Cedric Gebhardt Ahlen / Everswinkel. Der als echte Standortbestimmung eingeplante Test gegen den als ebenbürtig vermuteten Wilhelmshavener HV verkam am gestrigen Abend zu einer lockeren Angelegenheit für die Ahlener SG...

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Ahlen/Everswinkel. Der als echte Standortbestimmung eingeplante Test gegen den als ebenbürtig vermuteten Wilhelmshavener HV verkam am Mittwochabend zu einer lockeren Angelegenheit für die Ahlener SG. Die heimischen Zweitliga-Handballer bezwangen in Everswinkel den Erstliga-Absteiger souverän mit 28:25.

Wobei das Endergebnis den Spielverlauf nicht ganz korrekt wiedergab. Denn einzig zu Beginn ging der WHV mit 1:0 in Führung. Anschließend dominierte die ASG nach Belieben. Das Team von Jens Pfänder ließ die Gäste aus dem Norden lediglich in der zehnten Minute noch einmal auf 5:5 herankommen. Danach zogen die Rot-Weißen, die in Everswinkel im schwarzen Auswärts-Dress antraten, auf und davon. Ruckzuck hatte man sich auf 11:5 abgesetzt. Bereits zur Pause hieß es 15:11. Die Ahlener zeigten eine in allen Belangen starke und geschlossene Mannschaftsleistung. Insbesondere die Abwehr wusste zu gefallen. So gelang es der ASG ein ums andere Mal die Wilhelmshavener Angriffe abzublocken und anschließend selbst Tempo-Gegenstöße zu fahren. Diese wurden meist erfolgreich abgeschlossen und waren so permanente Nadelstiche für den WHV.

Dieser musste – ähnlich wie die ASG – verletzungsbedingt auf drei seiner Korsettstangen verzichten und hinterließ nicht den starken Anschein, den man erwartet hatte. Anders die Ahlener, die trotz einer hohen Trainingsbelastung einen munteren Eindruck machten, und erfrischenden Handball zeigten. „Es war eine richtige Spielfreude zu spüren. Die Jungs haben mächtig gebissen und bis zum Ende Gas gegeben“, jubilierte Herbert Vogel. Dem Bundesliga-Koordinator der Ahlener SG sagte die Vorstellung in Everswinkel jedenfalls in allen Belangen zu. Ganz nebenbei gab es auch ein Wiedersehen mit dem Ex-Ahlener Benedikt Schindelhauer, der seine Karriere beim SC DJK Everswinkel ausklingen lässt und am Mittwoch vor Ort war, um seine alten Mannschaftskollegen zu begrüßen.

Schindelhauer sah auch im zweiten Durchgang eine dominante Vorstellung der ASG, die zwischenzeitlich beim 22:14 gar einen Acht-Tore-Vorsprung herausgearbeitet hatte. Die knapp 400 Zuschauer in Everswinkel konnten sich demnach schnell ausrechnen, wer nach der Schlusssirene der Gewinner sein würde. Und nur, weil die ASG es gegen Ende gemächlich angehen ließ, hieß es letztlich nur noch 28:25.

Jens Pfänder lobte nach der starken Darbietung der Seinen: „Wichtig war zu sehen, dass wir in der Lage sind, eine vernünftige Deckung zu spielen. Auch vorne im Angriff haben wir ein paar schöne Tore geworfen, müssen aber da trotzdem noch zulegen.“ Während im Angriff seiner Meinung nach noch Entwicklungspotenzial besteht, sieht das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter Jan Stochl bereits sehr gut aus. Darauf lässt sich aufbauen.

Ahlener SG: Stochl, Peveling – Bertow (8/2), Wiegers (7), Gersch (6/1), Wischniewski (4), Klaus (2), Pries (1), Kropp, Hynek, Wessel.

Wilhelmshavener HV: Eilts, Rutschmann – Andersson (5), Binder, Samuelsson, Kelm (je 4), Krause, Padeken, Staszewski (je 2), Köhrmannn (2/1), Arvidsson, Hesslein.

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