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USC Münster

Immer noch nicht über den Berg

Wilfried Sprenger

Münster - In der 2. Volleyball-Bundesliga ist der Kampf um Punkte und Platzierungen bereits entbrannt. Im Oberhaus sind sie noch lange nicht soweit, erst Ende November nimmt die Liga Fahrt auf. Der ungewöhnlich späte Start ist der Weltmeisterschaft in Japan (27. Oktober bis 15. November) geschuldet.

Allen Klubs fällt es schwer, die nicht enden wollende Pause sinnvoll zu nutzen. Nach vielen Trainingseinheiten hat der USC Münster am vergangenen Wochenende ein erstes Testspiel bestritten. In den Niederlanden besiegte er den Liga-Konkurrenten Alemannia Aachen 3:2. „Es war eine kleine Werbeaktion aus dem vollen Training heraus. Ohne besonderen Stellenwert, ich messe dieser Begegnung nicht sonderlich viel Bedeutung bei“, sagte Trainer Axel Büring.

Wichtiger und wertvoller sind dem 43-Jährigen da schon die Eindrücke im Training. Lobend spricht Büring über die Neuzugänge. Libera Linda Dörendahl, die vom Vizemeister Wiesbaden kam, sei eine echte Führungsspielerin. „Wir wissen schon jetzt, was wir an ihr haben“, so Büring. Im Fall von Kristin Kasperski, die zuvor in Schwerin spielte, sieht der Coach „großes Potenzial. Zurzeit fehlt es ihr noch an der nötigen Konstanz. Aber das bekommen wir schon hin.“

Dörendahl und Kasperski trugen gegen Aachen erstmals in offizieller Mission den Dress des USC. Andrea Berg ist schon seit 2002 dabei, aber seit zwei Jahren nicht mehr mittendrin. Noch immer macht ihr eine schwere Knieverletzung zu schaffen, mit großem Willen kämpft die 29-Jährige um die Rückkehr ins Team. Ob sie es schafft, ist ungewiss, viel Zeit bleibt ihr nicht mehr. „Irgendwann in den nächsten Wochen müssen wir die Dinge klar analysieren und dann eine Entscheidung treffen“, erklärt Büring. Berg ist eine von nur drei Mittelblockerinnen im Kader, da ist kein Platz für Kompromisse. Der Trainer benötigt voll belastbare Spielerinnen. „Andrea“, so sagt Büring, „ist dies zurzeit noch nicht. Aber wir arbeiten daran.“

Ihren nächsten Einsatz hat Andrea Berg im fränkischen Ansbach. Dort feiert die ehemalige USC- und 204fache Nationalspielerin Cornelia Dumler am Samstag ihren Abschied von der großen Volleyball-Bühne. Berg ist für „Connys Allstar Team“ nominiert. Sie reist in Begleitung an: denn als Gegner hat sich Dumler die aktuelle Erstligamannschaft des USC ausgesucht. „Wir haben gern zugesagt“, versichert Axel Büring.

Ende September schickt der Coach seinen Kader dann noch einmal in eine Pause, ehe am 11. Oktober der letzte Teil der Saisonvorbereitung beginnt. Nur fünf Tage später nimmt Münster in Hamburg an einem Vorrundenturnier des Ligapokals teil.

» Der USC muss während der Vorbereitung auf Zuspielerin Michaela Jelinkova verzichten. Die tschechische Nationalspielerin stößt erst nach der WM zur Mannschaft.

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