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Indianerleben

Annegret Schwegmann

Die Bezeichnung Ureinwohner macht gleich deutlich, was ein Indianer ist: der erste Bewohner eines Landes. Einer, der vor den Europäern in Amerika und Australien gelebt hat. Die Lebensform der Indianer war faszinierend. Doch leider ist uns das erst heute klar. Die Vereinigten Staaten von Amerika etwa haben erst vor 50 Jahren aufgehört, gegen Indianer und deren Kultur zu kämpfen.

Die Geschichte der Indianer in Amerika beginnt vor mehr als 10000 Jahren, als Menschen aus Asien nach Alaska kamen. „Diese Menschen, die Eskimos, waren Jäger und folgten den Herden, die aus den Steppen Sibiriens fortzogen“, schreibt Thea Roß in ihrem im Coppenrath-Verlag erschienenen Indianer-Buch. „Sich selbst bezeichneten die Eskimos als ,Inuit‘, was in ihrer Sprache Menschen bedeutet. Das Wort ,Eskimo‘ mochten sie nicht, weil es die Bedeutung ,Rohfleischesser‘ hat.“ Die Inuit sind die Urväter der Indianer. Im Laufe der Zeit entwickelten sich über 500 Stämme.

Die Männer waren mit kaum etwas anderem als der Jagd beschäftigt und sehr geschickt in der Kunst, auch große Beute mit Pfeilen und Fallen zu erlegen. Kaninchen und Truthähne jagten sie erfolgreich mit Schleudern. Alle weiteren Aufgaben erledigten die Frauen. Ihnen gehörten das Tipi und der Hausrat. Sie waren es, die die Zelte auf- und abbauten, die Felle der Tiere gerbten und das Fleisch verarbeiteten.

Der Häuptling führte die Männer seines Stammes so tapfer wie möglich in den Krieg, er durfte ihnen jedoch nicht befehlen, in die Schlacht zu ziehen. Das beschloss jedes Stammesmitglied für sich allein. Die wichtigsten Entscheidungen, die den Stamm betrafen, traf nicht der Häuptling, sondern der Stammes- oder Ältestenrat.-ash-

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