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Zukunft Münsterland

Investieren in der Krise

Münster - Kurzarbeit, Auftragsrückgänge, unsichere Prognosen. Die BASF Coatings AG am Standort Münster-Hiltrup spürt die Krise ihrer Kunden. Der Automarkt stottert, die Nachfrage nach Lackprodukten ist verhalten...

Wolfgang Kleideiter

Münster - Kurzarbeit, Auftragsrückgänge, unsichere Prognosen. Die BASF Coatings AG am Standort Münster-Hiltrup spürt die Krise ihrer Kunden. Der Automarkt stottert, die Nachfrage nach Lackprodukten ist verhalten. Die Hoffnungen, dass die Neuwagenproduktion wieder auf ein altes Niveau klettern könnte, sind begrenzt.

Abteilungsdirektor Udo Vorbeck, Leiter des Werks in Hiltrup mit 2100 Beschäftigten, beschönigt nichts. Die Zukunft malt er aber trotzdem nicht nur in dunklen Farben: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind schon lange dabei, uns anzupassen und zu optimieren.“ Konkret: Die BASF Coatings verharrt nicht in einer Krisen-Starre, sondern setzt in Münster und an dem deutlich kleineren Standort in Würzburg ihre langfristige Strategie um. An beiden Orten zusammen investiert das Unternehmen in 2008/2009 rund 40 Millionen Euro.

Die Trainingseinrichtung für die Lackierer (RCC) ist nur eine von vier größeren Maßnahmen in Münster. Parallel mit dem Schulungszentrum wurde das Anwendungstechnikum (ATA) verlegt und neu eingerichtet. Ein Forschungsgebäude wurde ausgebaut, das Rechenzentrum außen saniert. Abgeschlossen ist der Einbau eines neuen Reaktors zur Polyurethan-Herstellung, einem wichtigen Produkt für die Lackherstellung. Die Kapazität der Harzfabrik kann so von 10 000 auf 15 000 Tonnen erhöht werden.

„Ein Kapital, auf das wir gerade jetzt bauen können, sind unsere guten Mitarbeiter“, betont Udo Vorbeck. In diesem Punkt sei die BASF Coatings stark aufgestellt. Und: „Die Flexibilität jedes Einzelnen in der Krise ist enorm.“

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