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Irische Wurstwaren auf dem Prüfstand

Düsseldorf . Der Dioxin-Skandal im mit irischem Fleisch weitet sich auf Rindfleisch aus: In NRW wurden gestern mehrere tausend Tonnen irisches Schweine- und Rindfleisch vom Markt genommen. Nachdem das Frischfleisch sichergestellt wurde...

Wilfried Goebels

Düsseldorf. Der Dioxin-Skandal im mit irischem Fleisch weitet sich auf Rindfleisch aus: In NRW wurden Dienstag mehrere tausend Tonnen irisches Schweine- und Rindfleisch vom Markt genommen. Nachdem das Frischfleisch sichergestellt wurde, werden jetzt auch die verarbeiteten Wurstwaren auf Risiken untersucht. Nach Angaben des Agrarministeriums sind alle großen Handelsketten von den Maßnahmen betroffen.

Nach einem Krisengespräch mit Fleischbetrieben und der NRW-Verbraucherzentrale verwies Agrarminister Uhlenberg darauf, dass die Sicherheit der Verbraucher oberste Priorität habe. Deshalb habe sich die Fleischindustrie bereit erklärt, alles Rind- und Schweinefleisch aus Irland vom Markt zu nehmen. Dies gelte unabhängig davon, ob das Fleisch versucht sei oder nicht. Die großen Fleischbetriebe Westfleisch und Tönnies beziffern ihre Kosten auf jeweils mindestens eine Million Euro.

Uhlenberg betonte, dass er bisher keine Beweise für eine Dioxin-Belastung des in NRW importierten irischen Rindfleischs habe. Es gebe auch noch keine Hinweise, dass andere Fleischerzeugnisse wie Gänse aus Irland oder etwa Butter belastet seien. „Wir wollen im Weihnachtsgeschäft aber ein klares Signal der Sicherheit setzen“, sagte Uhlenberg.

Das Vorgehen in NRW soll bundesweit Vorbild sein. Die Fleischbetriebe wollen auf eigene Rechnung bis zu 1000 Euro teure, risikoorientierte Dioxin-Untersuchungen von Importware durchführen. In jedem Fall werden die Fleischwaren, die aus den Regalen geräumt wurden, vernichtet. Heute will Uhlenberg mit den anderen Bundesländern das weitere Handeln abstimmen.

Nach Erkenntnissen des Ministeriums besteht für Verbraucher nach dem Verzehr der Fleischwaren kein akutes Gesundheitsrisiko. „Dioxin hat aber in Lebensmitteln nichts zu suchen“, sagte Uhlenberg.

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