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Lenz-Musik

Jay-Z dosiert seine Hits knapp

wn

Ganz genau drei Hits gibt es auf Jay-Zs neustem Werk „The Blueprint 3“. Leider verteilen sich diese drei Songs nicht über das komplette Album, sondern sie tummeln sich allesamt im vorderen Drittel der Trackliste. Bemerkenswert: „D.O.A. (Death of auto-tune)“ ist darunter das einzige Lied, bei dem Jay-Z ohne Gast-Star auskommt.

Stattdessen begleitet ihn ein rockiger eingängiger Beat. Einen besonderen Ohrwurm leistet aber der Teil mit dem geklauten Einschub: Jay-Z zitiert „Na na hey hey kiss him goodbye“ aus dem gleichnamigen Nummer-1-Hit Ende der 60er einer Band namens Jeronimo, die heute lediglich die Elterngeneration kennt. Leicht abgewandelt macht der Refrain zusammen mit den Partien eines Sopran-Saxofons im Hintergrund aus dem Lied einen Hinhörer. 

Was in „D.O.A.“ das Blasinstrument, die E-Gitarren und der 40 Jahre alte Musikschnipsel erreichen, schaffen in „Run this town“ Rihanna und in „Empire of State of mind“ Alicia Keys.

Sie geben den Raps mit ihren Stimmen Seele und machen die Tracks tatsächlich hitverdächtig. Das wäre es dann aber auch. Doch drei Hits sind für einen Jay-Z definitiv zu wenig.

Vollendung und Abrundung: „The Blueprint 3“ sollte das Ende seiner Trilogie sein. Helfer hatte er dafür  genug. Im Booklet tauchen neben den Namen von Alicia Keys und Rihanna auch die von Kanye West oder Pharrell Williams auf. Während Letztere nicht überzeugen können, fällt unter den Gast-Stars lediglich noch Kid Cudi in „Already home“ positiv auf.

„The Blueprint 3“ ist besser als der zweite Teil der Trilogie, dümpelt aber weit hinter dem ersten herum. Den Fans bleibt Jay-Z noch ein Album schuldig, das alles wiedergutmachen könnte: „The Blueprint 4“.

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