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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Jugendliche aus dem Tecklenburger Land ziehen positives Fazit zum Rauchverbot

wn

Tecklenburger Land. Vollgestopfte Aschenbecher, verqualmte Räume und stinkende Klamotten. Seit gut einem Jahr gehört das in vielen Cafés und Restaurants der Vergangenheit an.

Seit dem Nichtrauchergesetz vom 1. Juli 2008 gibt es höchstens noch abgetrennte Raucherräume, die freiwillig aufgesucht werden können. Doch wie steht es um den Erfolg des Nichtrauchergesetzes, das immer mal wieder eine Ausnahmeregelung erfuhr? Was denken die Jugendlichen aus dem Tecklenburger Land über das „rauchfreie Jahr“? Der 17-jährige Christian Kleimeyer hält das Gesetz für völlig richtig. Schon immer habe er sich „durch den Qualm, der nahezu überall die Luft verpeste, gestört gefühlt“. Er ist froh, dass die Einschränkungen wenigstens an manchen Orten für erträgliche Verhältnisse sorgen. Trotzdem beunruhige ihn „als Sportler auch weiterhin die Vorstellung, auf lange Sicht gesundheitliche Schäden durch das Passivrauchen davongetragen zu haben.“

Die Entscheidung für separate Raucherräume hat er von Beginn an befürwortet. „Die Möglichkeit diesen Giftstoffpartikeln mithilfe eines abgetrennten Bereiches zeitweise entgehen zu können, ist wirklich gut“, sagt der Schüler des Goethe-Gymnasiums.

Auch Eva Walhorn findet nur positive Worte für das Rauchverbot. Die 13-jährige Schülerin genießt jede rauchfreie Zone. „Mir ist das Verbot des Zigarettenkonsums in der Schule besonders wichtig“, sagt sie. Ihre Freundin Fiona Laumeyer ergänzt: „Das Verbot ist zwar der richtige Schritt, nur sollte die Einhaltung auch durch Strafen gesichert werden. Ich würde mir eine Verwarnung für Nikotinsünder auf dem Schulhof wünschen“, sagt die 13-Jährige.

Stefanie Rottmann aus Ibbenbüren ärgert sich gerade bei Diskobesuchen über die Raucher: „Ich habe schon öfter auf der Tanzfläche eine glühende Fluppe an den Arm gedrückt bekommen.“ Die Ibbenbürenerin kann nicht verstehen, dass das Rauchen auch weiterhin in manchen Diskotheken erlaubt ist. Vorschläge für ein generelles Rauchverbot an allen Orten und Plätzen kann sie jedoch auch nicht nachvollziehen. „Das bestehende Gesetz lässt sowohl Rauchern als auch Nichtrauchern genug Platz. Den einen zur Entfaltung und den anderen zum Atmen“, sagt die 19-Jährige.Der 20-jährige Thomas Becker ist Raucher. Trotzdem ist er der Ansicht, dass „das Rauchverbot in der Schule“ das Wichtigste von allem sei. In Gaststätten hält er das derzeitige Zwei-Raum-Model für die optimalste Lösung. Wenn ihn ein Nichtraucher bittet, die Zigarette auszumachen, hat er damit kein Problem. „Deswegen zu streiten lohnt sich sowieso nicht“, sagt er.

Die beiden Nichtraucher Luke May-Johann und Lukas Beck freuen sich besonders über die frische Luft in Kneipen und Cafés. „Ich find es besonders gut, dass die Klamotten nicht mehr so stinken“, äußert sich Luke May-Johann. Der Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums in Recke hat sich fest vorgenommen, niemals mit dem Rauchen anzufangen. „Bei der Luft zu essen fand ich gar nicht so schlimm, aber das mit den Klamotten hat mich auch genervt“, fügt der 15-jährige Lukas Beck hinzu.

„Verqualmte Luft ist wirklich ziemlich ekelig“, sagt auch Vanessa Gomer. Zusammen mit ihrer Freundin Christina Osterbrink ist sie froh über das vergangene rauchfreie Jahr.

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