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Junge auf Spielplatz verätzt: 14-Jähriger stellt sich

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Rheda-Wiedenbrück - Nach der schweren Verätzung eines neunjährigen Jungen auf ei­nem Spielplatz in Rheda-Wiedenbrück gibt es zwei Tatverdächtige. Ein 14-Jähriger habe sich mit seinen Eltern gemeldet und eine Tatbeteiligung eingeräumt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Sein gleichaltriger Freund wurde ermittelt. Beide stammen aus Rheda-Wiedenbrück. Unterdessen geht es dem Opfer, das in einer Bielefelder Spezialklinik behandelt wird, besser. Es war am Donnerstag vergangener Woche durch eine Flüssigkeit im Gesicht verätzt worden. Er werde aber voraussichtlich keine Sehschäden zurückbehalten, hieß es. Bei der Flüssigkeit, die in zwei Plastikflaschen auf dem Spielplatz deponiert worden war, handelt es sich um Rohrreiniger. Der neunjährige Junge hatte auf dem Spielplatz zusammen mit einem Freund zwei Flaschen mit Flüssigkeit gefunden. Als eine davon zu Boden fiel, zerplatzte sie mit einem lauten Knall. „Es klang, als ob ein Reifen platzen würde“, bestätigte ein Anlieger, der nur 100 Meter von dem Spielplatz entfernt wohnt und noch kurz vorher mit seinem Sohn auf dem Spielplatz war. Die Polizei vermutet, dass die beiden 14-Jährigen die Flaschen auf dem Spielplatz deponiert haben. Sie lassen sich über ihre Eltern rechtsanwaltlich vertreten und haben zum genauen Tathergang bisher keine Aussagen gemacht. Die Polizei hat ein Verfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Der Spielplatz blieb bis Mittwochmittag gesperrt, bis er von Mitarbeitern der Stadt gereinigt worden war.

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