1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Jungen arbeiten mit Ton

  6. >

Archiv

Jungen arbeiten mit Ton

Kerstin Sander

Münster-Kinderhaus - Beim Betreten des Gartens von Theresa Häuser fallen einem die Tonarbeiten gleich auf, die zum Abholen von den Gruppenmitgliedern bereit stehen. Zwischen den Bäumen sticht dem Besucher die große bunte Holzgiraffe ins Auge, die scheinbar von ihrem Standpunkt aus über den Garten wacht.

Die Malerin und Töpferin Theresa Häuser hat sich in Kinderhaus ihren Traum vor rund zwei Jahren verwirklicht. „Es war immer schon mein Wunsch, ein eigenes Atelier zu haben“, strahlte Häuser. Und nun steht hinter ihrem Haus ein kleines Gebäude, in dem Häuser Kurse für Erwachsene und Kinder anbietet.

Neben einer Ausbildung als Töpferin hat die Künstlerin auch Pädagogik studiert. Ihr Studium lässt sie auch in ihren Angebote mit einfließen. „Meine festen Kurse dauern rund ein Jahr. Pädagogisches Arbeiten macht nur über einen längeren Zeitraum wirklich Sinn, da die Teilnehmer sich dann auch besser kennen lernen und offener werden“, erklärte die Pädagogin. Dabei verwendet Häuser in ihren Kursen unterschiedliche Materialien zum Werken. „Wir arbeiten mit Ton, Holz oder Gips.“  

So hat die Malerin in einer ihrer Gruppen eine Art Tagebuch unter dem Motto „Jeden Tag eine Linie“ mit den Kindern gestaltet. „Sie sollten täglich aufzeichnen, was sie besonderes erlebt haben“, erzählte die Künstlerin.

Auch Workshops bietet die Künstlerin in dem Atelier an. An so einem Workshop hatten die Jungen vom Kinderhauser Jugendsalon mit dem Leiter des Treffs, Roland Erfurt, teilgenommen. Die Aktion fand im Rahmen des Ferienprogramms des Jugendsalons statt. „Durch einen Kollegen bin ich auf Teresa Häuser aufmerksam geworden“, berichtete Erfurt. Diese Aktion wurde von der Siverdes-Stiftung unterstützt.

Durch den Workshop sollte die Neugierde der zwölf- bis 15-jährigen Jugendlichen geweckt werden. Doch bevor es mit dem Werken losgehen konnte, mussten die acht Teilnehmer sich erstmal zwischen den Materialien Farbe oder Ton entscheiden.

Die Wahl fiel eindeutig aus: Die Jungen wollten mit Ton arbeiten. Und dann ging es auch schon los: Fleißig klopften die Jugendlichen den Ton weich und probierten die verschiedensten Skulpturen aus. Dabei hatte einer der Jungs auch eine ganz praktische Idee in Form eines Stifthalters. Falls dann doch mal Probleme auftraten, half die Fachfrau auch gerne weiter.

Startseite