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Schützenfeste in Wettringen

Junggesellen-Schützen versteigern ihre Offiziersplätze

wn

<1>Wettringen. 49 Tage vor Beginn des Schützenfestes der Wettringer Junggesellen (31. Mai bis 4. Juni) kam am Montag auf der traditionellen Ostermontagsversammlung bereits mächtig Schützenfeststimmung auf. Schon bei der Begrüßung flogen die Bierdeckel durch den Saal und der Einmarsch des Wettringer Spielmannszuges steigerte die Feierlaune der Junggesellen noch.

Fast 200 Mitglieder hatten sich in der Bürgerhalle versammelt. Auch viele Ehemalige, darunter Bürgermeister Engelbert Rauen sowie die beiden Pfarrer Christoph Backhaus und Dietrich Wulf, dazu Abordnungen der anderen Wettringer Schützenvereine, wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

Bevor die mit Spannung erwartete Versteigerung der Offiziersposten begann, mussten aber noch einige andere Punkte auf der Tagesordnung abgearbeitet werden. Nach der Vorstellung der Neumitglieder, den sogenannten Bären, wies der erste Vorsitzende Alex Rehers noch auf andere Veranstaltungen der Junggesellen hin. Neben einigen internen Aktionen wird am 25. April auch eine öffentliche Frühjahrsparty in der Halle Holthenrich stattfinden.

<2>Auf die Außendarstellung des Vereins legten die Vorstandsmitglieder besonderen Wert. „Wir können feiern wie kein zweiter Verein, aber wir sind keine bösen Jungs“, stellten sie fest. Deshalb wurde eine Kollekte veranstaltet, die der Renovierung des alten Friedhofes zugutekommen soll. Die Junggesellen ließen sich nicht lange bitten und füllten die schwarz-weißen JSV-Regenschirme nicht nur mit Kleingeld.

Dann musste abgestimmt werden, ob in diesem Jahr wieder ein Schützenfest stattfinden soll. Enthaltungen blieben erwartungsgemäß aus, Gegenstimmen wurden gar nicht erst zugelassen.

Jetzt konnte die Bürgerhalle endlich zum „Auktionshaus Nr. 1“ werden. Das Amt des Auktionators übernahm in diesem Jahr der ehemalige erste Vorsitzende und König aus dem Jahr 1998, Jürgen Bischoff. Wie in jedem Jahr wurden zuerst die Offiziere, die besondere Verantwortung tragen, durch Wahlen bestimmt. Oberst, Organisator und Chef der Truppe wurde Jens Elling. Zum Hauptmann wählten die Junggesellen ihren Kassierer Matthias Rauen.

„Sieh zu, dass du bei uns Junggesellen die Wirtschaftskrise vergessen lässt“, forderte Alexander Rehers vom neuen Auktionator. Jürgen Bischoff sah zu, ging in seiner neuen Rolle voll auf und trieb die Preise immer weiter in die Höhe. Interessenten für die 17 Posten gab es auch in diesem Jahr wieder mehr als genug. So kam am Ende ein ordentlicher Betrag zusammen, was vor allem den Kassierer und Hauptmann Matthias Rauen freute: „Die Einnahmen sind um einiges höher als in den vergangenen Jahren.“

<3>Jeder Zuschlag wurde gefeiert und zog laute „JSV“-Rufe nach sich, doch den Stimmungshöhepunkt erreichte die Versammlung, als Simon Berlage den Zuschlag für den Posten als zweiten Fähnrich bekam. Zur Belustigung aller Junggesellen hielt das Rednerpult Jürgen Bischofs dritten Schlag mit dem Auktionshammer nicht mehr stand. Doch auch ohne Hammer brachte Bischof auch noch die restlichen Posten an den Mann.

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