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Jux und Jubel in London

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London. Am liebsten hätten sich alle sofort für Dumbledores Armee rekrutieren lassen – jene Truppe aus Jungmagiern, die im neuen „Harry Potter“-Film in den Kampf gegen den teuflischen Voldemort zieht.

„Einmal mit Daniel Radcliffe vor der Kamera stehen, das ist mein Traum“, sagt ein Junge aus Liverpool bei der Europapremiere von „Harry Potter und der Orden des Phönix“ in London. Er spricht aus, was sich Hunderte im Zentrum der britischen Hauptstadt zu wünschen scheinen. Sieben Jahre nach der ersten Potter-Premiere zeigt die Begeisterung der Fans, dass Harrys magische Kräfte stärker denn je sind. Freilich sind inzwischen nicht nur die Stars des Abends – Daniel Radcliffe (17), Emma Watson (17) und Rupert Grint (18) –, sondern auch ihre Fans ein gutes Stück erwachsener geworden, was nicht alle vor Albernheiten bewahrt.

Auf dem Schild, das eine Gruppe junger Damen hochhält, ist zu lesen: „Harry Baby, zeig uns Deinen Zauberstab!“ Selbst ein Wolkenbruch samt kräftigem Hagelschauer kann die Stimmung nicht trüben. „Wozu brauchen wir hier Sonne?“, sagt Katrin aus Berlin (15). „Die Wolken und der Regen passen doch bestens zum ersten Kapitel – oder ist das im Film etwa anders?“

Insgesamt sei der Film viel düsterer geraten als alle Vorgänger, sagt eine Frau in einem aufregenden weißen Abendkleid – es ist Harry-Erfinderin Joanne K. Rowling. „Das ist aber kein Wunder, denn die Buchvorlage ist ja auch die düsterste von allen.“ Mit der Arbeit von Regisseur David Yates sei sie sehr zufrieden.

Dass zunächst nur die VIP-Gäste den Film sehen dürfen, die Fans am roten Teppich aber erst vom 12. Juli an, stört eine junge Frau aus Okinawa nicht: „Der echte Daniel ist mir wichtiger.“ Der Mädchentraum trägt einen dunklen Anzug mit zarten rosa Streifen, ein weißes Hemd und einen dunkelblauen Schlips. Ganz konservativ, schließlich wird er ja bald 18.

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