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Karneval im Kreis Coesfeld

K + S Karneval: Vier Stunden närrisches Treiben

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Dülmen. Vom bärtigen Wikinger bis zur Nonne, vom grünen Marsmännchen bis zum leuchtenden Weihnachtsbaum waren alle im Kolpinghaus, um bei der traditionellen K+S-Prunksitzung der Kolpingsfamilie und des Sängerbundes ein Feuerwerk der guten Laune zu erleben. Nach der Eröffnung durch Sitzungspräsident Hans-Willi Heeringa und den Kolpingvorsitzenden Wilfried Erckens ging die Post vor ausverkauftem Haus richtig ab. Der Spielmannszug und die kleinen Funken brachten den Saal auf Betriebstemperatur und wurden sofort mit einer Dülmener Rakete belohnt: Alle Zuschauer klopfen bei eins leise auf die Tische, bei zwei dann deutlich lauter und geben bei drei richtig Gas.

Nach einem Sketch über die Gesundheitsreform begab sich die Frauengruppe Kolping musikalisch auf Männersuche und funktionierte die Jecken mit karnevalistischen Ohrwürmern wie dem „Eiermann“ und „Männer sind Schweine“ zum lautstarken Hintergrundchor um.

Mit viel Applaus bedacht wurde die in tollen Kostümen auftretende Kindertanzgruppe, bevor Irene und Gerd mit einer Parodie auf die Bürgermeisterin Lisa Stremlau und ihren Chauffeur Karl Günther ein echtes Glanzlicht setzten. Durch viele Anspielungen auf die Dülmener Politikszene rissen sie das Publikum zu Lachsalven hin und ernteten eine Rakete nach der anderen.

„Dülmen, Kolping und Sängerbund helau“, so wurde das sehenswerte und absolut nicht hüftsteife Männerballett aus Lette begrüßt, als Einpeitscher für einen weiteren Höhepunkt des Abends: Mit Gespür für die Pointe nahm eine gerade frisch eingestellte Security-Mitarbeiterin der Stadt Dülmen Bundespolitiker und die heimischen Probleme aufs Korn, amüsierte sich über die Bildungspolitik und klärte vor tobender Kulisse über die neue Plattierung in der Innenstadt auf.

Was ziehe ich beim 150. Geburtstag der Kolpingsfamilie an? Diese Frage beantworteten zwölf Models, die die vielseitige Verwendbarkeit einer langen Herrenunterhose demonstrierten. Sie leiteten zum Sitzungspräsidenten über, der in seine Paraderolle als DJ Hans-Willi schlüpfte und eine rasante Ü30-Party mit der „geilsten Musik in Dülmen“ veranstaltete. Nachdem er das betreute Tanzen für die Altersgruppe Ü 55 vorgeführt hatte, entführte die Kolping-Männergruppe Dance Boys musikalisch wie tänzerisch nach Amsterdam, wohin auch Kellner Willi mit einer Büttenrede verreiste.

Zum Ausklang gelang es der aus fünf Damen zusammengesetzten Tanzgarde die Gäste zum Mitschunkeln zu animieren, eine längere Zugabe war da unumgänglich. Zum großen Finale betraten alle Akteure die Bühne, bei denen sich der Sitzungspräsident für vier närrische Stunden bedankte.

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