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Rot Weiss Ahlen

Kabinen-Predigt zeigt Wirkung

-mk- Ahlen. „Wo ist unsere Mannschaft“, fragten sich Andreas Zimmermann und André Krupphölter, Trainer von RW Ahlen 2, am Sonntag während der ersten Halbzeit gegen GW Nottuln. Auf dem Platz sahen sie ein Team...

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Ahlen. „Wo ist unsere Mannschaft“, fragten sich Andreas Zimmermann und André Krupphölter, Trainer von RW Ahlen 2, am Sonntag während der ersten Halbzeit gegen GW Nottuln. Auf dem Platz sahen sie ein Team, dass nun überhaupt nicht ihre Vorgaben umsetzte und auch noch eine 1:0-Führung durch Nikolas Wiechert verspielte. Das Trainergespann musste nach dem 1:2-Rückstand zur Pause reagieren. „Ich habe die Spieler eindringlich auf ihre Fehler hingewiesen. Sie haben schon eine ordentliche Ansage bekommen“, berichtete Zimmermann, was sich in der Kabine abgespielt hatte. Und es sollte Wirkung zeigen.

Mit dem Nottulner Eigentor zum 2:2-Ausgleich nahm das Spiel der zweiten Mannschaft von RW Ahlen nämlich endlich Fahrt auf. Es folgten spielerische Kombinationen im Mittelfeld. Die drei „K’s“ – Kinscher, Krahn und Kraus – drehten mächtig auf und verpassten dem Spiel eine völlig andere Richtung. Bei der 3:2-Führung schickte Michael Krahn, den wieder einmal überragenden Janis Kraus in die freie Gasse zum Tor, und der Ahlener Mittelfeld-Akteur ließ den Ball halbhoch im Tor der Gäste einschlagen.

Es folgte ein überschwänglicher Jubel, der zeigte wie sehr die Nerven in den letzten Wochen blank lagen und wie gut dieser Treffer tat. In der folgezeit waren es nur noch die Rot-Weißen, die nach vorne spielten. Sie suchten förmlich die Entscheidung. „In dieser Phase des Spiels kamen die von uns geforderten Tugenden zum Tragen: den Ball erkämpfen und ihn laufen lassen. Genau so wollen wir unser Team sehen“, freute sich Zimmermann. Der eingewechselte Stürmer Mohammad Bulut sorgte schließlich acht Minuten vor dem Ende mit seinem sehenswerten Solo mit dem 4:2 für die Entscheidung.

Am kommenden Sonntag muss die Reserve von RW Ahlen beim Tabellensiebten FC Eintracht Rheine antreten. Und das Trainergespann hofft darauf, dass es nicht wieder in der Halbzeit fragen muss: „Wo ist unsere Mannschaft!“ und das es mit dem vierten Sieg in Serie klappt.

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