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Sparda-Münster-City-Triathlon

Kanalisierte Ambitionen: Titelverteidiger aus Münster wieder am Start

wn

Münster - Es ist die vierte Auflage des Sparda-Münster-City-Triathlon am Sonntag. Mit Linda Schücker (TriFinish Münster) bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften sowie Titelverteidiger Patrick Dirksmeier (W+F Münster) auf der Olympischen Kurzdistanz gehen auch zwei Lokalmatadore als Sieganwärter in die Wettkämpfe im Kanalbecken sowie rund um die Osmo-Hallen. Redakteur Alexander Heflik sprach mit den beiden Triathleten über das Rennen.

Wer gewinnt die olympische Kurzdistanz bei den Herren und die Hochschul-Titelkämpfe bei den Frauen?

Patrick Dirksmeier: Weiß ich nicht.

Linda Schücker: Am liebsten ich. Dafür muss ich schnell schwimmt, möglichst wenig Rückstand beim Radfahren haben, dann auf dem Rad nach vorne fahren und den Vorsprung beim Laufen verteidigen.

Was entscheidet ein solches Rennen?

Dirksmeier: Die schnellste Zeit. Tatsache ist, dass ich gut schwimmen kann, aber auch ein guter Radfahrer bin und laufen kann. Als ich in Münster im Vorjahr gewonnen habe, habe ich mir keine großen Gedanken gemacht, sondern bin aufs Rad gestiegen und richtig in die Pedale getreten.

Schücker: In Münster ist das schwer zu sagen. Man weiß nicht, wo die Konkurrenz ist, weil es keine Wendepunktstrecke ist, bei der man sich besser orientieren kann. Erst im Ziel wusste ich im letzten Jahr, dass ich DM-Dritte bei den Hochschul-Titelkämpfen geworden war. Man muss einfach so schnell wie möglich sein.

Warum ist am Sonntag beim Schwimmen der Neoprenanzug so wichtig?

Schücker: In der Spitze schwimmen alle schnell, da spiel es keine große Rolle, ob man einen Neoprenanzug anhat oder nicht, alle werden aber schneller sein. Ich persönlich fühle mich einfach wohler dabei.

Dirksmeier: Die Frage ist, ob sich an den Relationen etwas ändert. Schlechtere Schwimmer haben mehr Auftrieb durch einen Neoprenanzug. Als guter Schwimmer ist das für mich eigentlich nicht so entscheiden. Ich persönliche freue mich stets über ein Neoprenverbot.

Macht man sich Gedanken über die Konkurrenz. Dirksmeier gegen Thorsten Grandke, Erster gegen Zweiter des Vorjahres könnte das Duell heißen. Bei den Frauen-DHM treffen die Zweite, Lisa Klauke, und die Dritte, Linda Schücker, aufeinander?

Dirksmeier: Man kann sagen, dass das Aufeinandertreffen mit Thorsten etwas Derbycharakter hat. Aber wir haben eine gutes Verhältnis miteinander, trainieren manchmal gemeinsam. Im Wettkampf sind wird sportliche Konkurrenten, ich starte für W+F Münster, er für TriFinish. Ich habe großen Respekt vor ihm. Aber eigentlich versuche ich nur mein eigenes Rennen zu bestreiten. Ich war noch nie in der Situation als Titelverteidiger antreten zu können.

Schücker: Ich glaube nicht, dass es nur ein Zweikampf zwischen Lisa und mir ist. Da gibt es noch eine Maren Rösner mit Zweitliga-Erfahrung oder Franziska Scheffler. Es könnte durchaus sein, dass ich mit dem Rennverlauf zufrieden und am Ende Fünfte geworden bin.

Welche Zeiten müssen die Topathleten abliefern, um im Bereich des Sieges landen zu können?

Dirksmeier: Beim Schwimmen über 1500 Meter müsste man an die 20 Minuten herkommen. Auf dem Rad bin ich einen Schnitt von 40 Stundenkilometer im Vorjahr gefahren, allerdings hängt das auch vom Wetter ab. Den abschließenden Lauf über 10 Kilometer wird der Sieger wohl so zwischen 35 und 36 Minuten laufen. Bei den beiden Wechseln ist nicht viel Zeit zu gewinnen. Der Sieger müsste eine Zeit von 1:51-Stunden erreichen.

Schücker: Eine Prognose ist schwer, aber das Schwimmen müsste zwischen 23 und 24 Minuten beendet sein. Die Frau, die auf dem Radkurs unter einer Stunde bleibt, ist ganz vorne mit dabei. Auf der Laufstrecke wird niemand unter 39 Minuten bleiben, aber kaum langsamer wird die Siegerin sein. Für den Sieg ist eine Zeit von 2:10-Stunden nötig.

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