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Angebot abgelehnt

Kara wechselt vom SCP zum SCP

Alexander Heflik

Münster - Eigentlich gilt die ganze Konzentration beim SC Preußen Münster dem Auswärtsspiel am Sonntag (14 Uhr) bei Bayer Leverkusen. Sieben Spieltage noch, acht Punkte Vorsprung in der Regionalliga West - die Mannen von Trainer Marc Fascher können einen weiteren großen Schritt im kleinen Ulrich-Haberland-Stadion machen.

Fast beiläufig wurde am Freitag in der so genannten Spieltags-Pressekonferenz mitgeteilt, dass zum einen Massimo Ornatelli im Aufstiegsfall seine Spielzeiten fünf und sechs in Münster absolvieren wird. Die Zusage gilt. Im gleichen Atemzug stellte Sportvorstand Carsten Gockel trocken fest: „Mehmet Kara hat unser Angebot nicht angenommen. Es war ein vernünftiges Gespräch. Wir wollten Klarheit mit Mehmet schaffen. Unser Angebot gilt jetzt nicht mehr.“ Die Zeichen standen auf Trennung, so die erste Interpretation. Jedem wurde gewahr, dass Kara wohl eine bessere Offerte haben müsste. Schließlich hatten die Preußen ein aus Carsten Gockels Sicht „gutes Angebot“ unterbreitet, im Idealfall wäre Kara auf einen Drei-Jahres-Kontrakt gekommen.

Aber der Knaller dürfte sein, dass der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler, für den SCP in vier Spielzeiten in 126 Partien (29 Tore) im Einsatz, einen Vertrag beim Zweitligisten SC Paderborn unterschreiben wird. Mehr noch, und hier könnte es pikant werden: So soll Roger Schmidt, der unlängst die Fußballlehrer-Lizenz mit der Note 1,7 glänzend bestanden hat, den SCP aus Ostwestfalen übernehmen, er gilt als Topkandidat auf die Nachfolge des scheidenden Andre Schubert. Schmidt wurde in Münster am 21. März 2010 beurlaubt, hat aber noch ein bestehendes Vertragsverhältnis bis zum 30. Juni 2012 in Münster.

Wechselspielchen hin oder her: In Leverkusen kann der SCP seine fantastische Ausgangsposition im Titelrennen weiter verbessern. Babacar N´Diaye (Muskelfaserriss), Julian Loose (Aufbautraining) und Orhan Özkara (Innenbanddehnung) fehlen aus dem 25-köpfigen Aufgebot. Wojciech Pollok, lange nur zweite oder dritte Wahl in dieser Saison, ist im Angriff gesetzt. Sercan Güvenisik wird nach vier Partien als Tribünengast als Alternative ins Aufgebot rutschen.

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