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Karmann nimmt 400 Entlassungen zurück

Jürgen Stilling

Osnabrück - Neue Hoffnung für 400 Mitarbeiter des insolventen Autozulieferers Karmann in Osnabrück: Insolvenzverwalter Ottmar Hermann hat die zum 31. Januar ausgesprochenen Kündigungen für die Beschäftigen der Metall-Gruppe des Unternehmens zurückgenommen.

Hermann teilte am Freitag mit, er hoffe auf einen möglichen VW-Auftrag. „Mit unseren hoch motivierten Fachkräften verfügen wir über ausreichende Kapazitäten, um Volkswagen bei seinem Wachstum in Osnabrück mit unseren Dienstleistungen zu unterstützen“, zeigte sich der Insolvenzverwalter zuversichtlich, schon in Kürze bei den Wolfsburgern zum Zuge zu kommen. Es gebe zwar noch keinen Abschluss, aber intensive Gespräche, hieß es.

Die 400 Kündigungen waren Ende Oktober 2009 mit einer Drei-Monats-Frist ausgesprochen worden. VW will auf Karmann-Grundstücken in Osnabrück das Golf-Cabrio bauen und dafür in den kommenden Jahren 1000 Beschäftigte einstellen. Auch gibt es Berichte über eine mögliche Produktion der Porsche-Modelle Cayenne oder Boxster in Osnabrück.

Hermann betonte, er wolle mit der Rücknahme der Kündigungen „bewusst ein Zeichen setzen“. Er scheue das unternehmerische Risiko nicht. Allerdings räumte er ein, dass eine erneute Kündigung der betreffenden Mitarbeiter nicht ausgeschlossen sei, falls in den nächsten Wochen wider Erwarten ein größeres Auftragsvolumen ausbleibe.

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