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Karmann-Werk soll zum „Green Park Rheine“ werden

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Rheine. Für das ehemalige Karmann-Werk im Industriegebiet Nord ist offenbar eine Folgenutzung gefunden. Die Firma Green Projects soll das Gelände im Auftrag der Karmann-Eigentümerfamilien zu einem Technologiepark für erneuerbare Energien umwandeln. In diesem „Green Park Rheine“ sollen sich nach Aussage von Green Projects-Geschäftsführer Michael Hafemann viele kleine und mittlere Firmen aus dem Bereich der Umwelttechnologie ansiedeln und so im Verbund miteinander arbeiten. „Wir wollen eine kooperative und nicht von Konkurrenz gezeichnete Struktur“, sagte Hafemann im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Pläne seien dabei schon weit fortgeschritten. „Das Konzept ist fertig. Das Ei ist gelegt“, sagte Hafemann. Er lobt vor allem die gute logistische Anbindung Rheines. Ferner sei die Emsstadt bereits heute ein wichtiger Standort für die Umwelttechnologie. „Das schon vorhandene Cluster kann weiterentwickelt und zu einem neuen Zentrum für die Zukunftstechnologien werden“, ist Hafemann überzeugt. In zwei bis drei Jahren könnten nach seiner Aussage bis zu 400 neue Arbeitsplätze im Rheiner Norden entstehen.

Für den Aufbau und die Entwicklung des Kompetenzzentrums soll zunächst eine Betreibergesellschaft gegründet werden, die für die beteiligten Unternehmen verschiedene Dienstleistungen erbringen soll. Die eigentliche Immobilie soll im Besitz der Karmann KG bleiben.

Wie weit die Pläne bereits sind, zeigt sich daran, dass sie Firma „BS Green“ aus dem niederländischen Hengelo fest entschlossen ist, das Karmann-Gelände zu nutzen, um gebrauchte Windkraftanlagen vor dem Weiterverkauf generalzuüberholen. Das habe Zukunft, ist Hafemann überzeugt. Für BS Green sei Rheine der ideale Logistikstandort. Die Karmann-Hallen böten die Möglichkeit, große Flächen für die Lagerung der Rotorblätter zu nutzen.

Erster Schritt auf dem Weg zum Technologiepark aber soll der Bau einer bis zu 50000 Quadratmeter großen Solaranlage auf den Hallendächern sein. „Das wird eine der größten in ganz Nordwestdeutschland“, sagt Hafemann.

Aber auch einige Meter tiefer, in den Hallen, hat Hafemann nach eigenen Angaben Großes vor. Neben Produktion und Service sollen auch Forschung und Entwicklung einen großen Stellenwert erhalten. Im Verbund mit der Fachhochschule Osnabrück/Lingen, möglicherweise auch der FH Münster/Steinfurt, könnte auch ein Ausbildungsgang im Bereich Ingenieurwesen auf dem Karmann-Areal ins Leben gerufen werden. Ferner soll die „Karmann Akademie für Moderne Technologie“ hier angesiedelt werden.

Die Pläne für den „Green Park Rheine“ werden darüber hinaus von der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) begleitet. So stellte Hafemann sein Konzept am Dienstagabend dem von unter anderen von der EWG ins Leben gerufenen Netzwerk „Wind-West“ vor.

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