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Lenz Musik

Katy Perry mag auch "Boys"

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Mit einem Paukenschlag war sie plötzlich da, auf der großen Bühne des Musikbusiness, in den Radiostationen, auf den Musiksendern: „I kissed a girl“, verkündete Katy Perry frech. Einen peppigen Beat drunter, und fertig war die Discohymne zum Abtanzen. Mit ihrem Album „One of the boys“ kann sie daran allerdings nicht anschließen.

Nicht selten klingt sie wie ein Avril-Lavigne-Imitat („Fingerprints“). Dabei kann Katy Perry mit ihrer Stimme eigentlich wesentlich mehr, wie sie mit ihrer Debütsingle bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Ansatzweise zeigt sie ihr Können in „Hot’n’Cold“.

In ihren Texten scheint Katy mitunter etwas zu gewollt auf Krawall gebürstet, so dass ihre Zeilen wenig authentisch klingen. „Mannequin“ ist so ein Titel, den sie als Wortspiel dafür nimmt, einem Freund/Liebhaber recht unverblümt klarzumachen, wie wenig Mann er eigentlich ist. Auch der im Grunde durchaus hörbare Song mit dem fragwürdigen Titel „Ur so gay“ scheint eher Katys Imagekreation als ihrer tatsächlichen Gedankenwelt zu entsprechen. Ob ihr Vater, ein Pastor, die Texte seiner Tochter mitträllern würde, bleibt ohnehin fraglich.

Bleiben dem Katy-Perry-Fan nur die geschliffenen Zeilen ihres Charts-Volltreffers: „It's not what / Good girls do / Not how they should behave / My head gets so confused / Hard to obey“, singt sie da und gibt den „Girls“ dabei die Schuld an ihrem inneren Kuss-Zwang. Noch knackiger kommt die Ode ans weibliche Geschlecht nur im Rock Remix rüber.

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