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USC Münster

Kein Geld für weiteren Transfer

Wilfried Sprenger

Münster - Im fernen Japan haben die deutschen Volleyballerinnen in den vergangenen Tagen Bemerkenswertes geleistet. Mit einem 3:0 über Thailand schlossen sie gestern die Vorrunde der Weltmeisterschaften ab. Insgesamt vier Siege trugen sie in fünf Spielen zusammen - nie zuvor startete Deutschland so erfolgreich in ein WM-Turnier.

In der Heimat sind sie sehr froh über den Höhenflug des besten Werbeträgers. „Es ist großartig, was die Mannschaft leistet“, freut sich USC-Präsident Matthias Fell. Natürlich hat er Hoffnung, dass der Funke auf die Bundesliga überschlägt. Ja, die gibt es wirklich noch. Am 24. November ist der erste Spieltag. So spät wie nie - wegen der WM.

Im Münster präparieren sie sich seit August für die neue Spielzeit. Aktuell läuft die heiße Phase der langen Vorbereitung. In der Zwischenrunde des Liga-Pokals treffen die Unabhängigen am Wochenende in Schwerin auf die Liga-Konkurrenten Hamburg, Aachen und Gastgeber Schwerin. Für den 11. November ist in Bestwig (Sauerland) ein Testspiel wiederum gegen Hamburg vereinbart. Sollte Münster das Final Four des Liga-Pokals erreichen, wäre die Mannschaft am 13./14. November in Suhl beschäftigt. Tags darauf bezieht das Team ein viertägiges Trainingslager im Ahrtal. „Danach“, so sagt Fell, „sollten wir optimal vorbereitet sein für den Saisonauftakt am 24. November daheim gegen Vilsbiburg.“

Münster sieht sich gut aufgestellt für die neue Saison. Von den Neuzugängen Hana Cutura, Kristin Kasperski und Linda Dörendahl verspricht sich die Klubspitze eine Qualitätssteigerung. Zudem kehrt Andrea Berg nach zweijähriger Verletzungspause ins Team zurück. Die Vorzeichen könnten wahrlich schlechter sein, auch wenn ein weiterer Transfer wohl nicht mehr machbar ist. Mehrfach und zu Recht hatte Trainer Axel Büring auf die dünne Personaldecke im Bereich Außen/Annahme hingewiesen. Der Vorstand weiß um dieses Problem, doch ihm sind die Hände gebunden. „Zurzeit gibt der Etat kein Geld für eine Verpflichtung her. Und daran wird sich bis zum ersten Spiel vermutlich auch nichts ändern“, erklärt Fell.

Gleichwohl hält der USC-Chef an den bereits im Sommer formulierten Saisonzielen fest. Eines davon lautet: Platz vier in der Normalrunde und damit Qualifikation für die Play-offs. „Wir wollen damit keinerlei Druck auf Trainer und Mannschaft ausüben. Aber ein Präsident darf doch einmal träumen“, so Fell.

» Auf Zuspielerin Michaela Jelinkova muss der USC noch warten. Die 24-Jährige qualifizierte sich mit Tschechien ebenfalls für die WM-Zwischenrunde.

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