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Kein Lagerkoller – Wück sehr zufrieden

Franz Prinz

Ahlen/Heiligenblut. Samstag im Laufe des Tages werden die Regionalliga-Fußballer von Rot-Weiß Ahlen aus Österreich zurück erwartet, wo sie ein knapp einwöchiges Langlauftrainingslager abgehalten haben. Um 8 Uhr gibt es noch eine Trainingseinheit, nach dem anschließenden Frühstück geht es auf die Heimreise. Cheftrainer Christian Wück ist mit dem Verlauf der Woche sehr zufrieden. Er stand vor der Abfahrt nach Deutschland unserem Mitarbeiter Franz Prinz für ein Interview zur Verfügung.

Stimmen unsere Informationen, plagen Sie sich mit einem Muskelkater herum?

Wück (lacht): Nein, so schlimm ist es nicht, aber ich muss sagen, das sind schon ungewohnte Bewegungen für alle Muskelpartien.

Haben Sie denn auch noch nie auf Langlaufskiern gestanden?

Wück: Doch schon, aber das liegt schon zehn bis 15 Jahre zurück. Damals bin ich mit meinen Eltern unterwegs gewesen, das war schon gut. Und irgendwie hat mir das in dieser Woche im Gegensatz zu einigen anderen schon geholfen, man kriegt die Sicherheit dann doch recht schnell.

Wer hat denn nicht so sicher auf den Brettern gestanden?

Wück: Also zu Beginn, da waren die meisten schon etwas wackelig und ganz ehrlich, da habe ich mir schon Gedanken gemacht, ob es wirklich richtig war, hierhin zu kommen.

Sie alle haben aber durchgehalten, oder?

Wück: Das konnte man schon am nächsten Tag sehen, da lieft es plötzlich gut, da war dann neben dem Trainingsfaktor auch der Spaßfaktor groß, da wusste ich, dass es insgesamt eine gute Sache wird, auch wenn es vereinzelt noch Wackler zu beobachten gab.

Wer fiel denn am häufigsten?

Wück: Tja, der Baldo hat sich schon öfter als ihm lieb gewesen sein dürfte hingelegt, aber ich muss ihm ein Kompliment machen. Er hat das volle Programm durchgezogen und bis zum Ende durchgehalten. Zum Schluss lief es dann aber auch bei ihm recht ordentlich.

Also ziehen Sie ein durchweg positives Fazit dieses außergewöhnlichen Trainingslagers?

Wück: Auf jeden Fall, nicht nur, weil es für die Stimmung gut war, sondern auch, weil alle toll gearbeitet haben und der konditionelle Stand jetzt so ist, wie ich es erhofft hatte.

Wie sieht jetzt die weitere Planung aus?

Wück: Wir werden nach der Rückfahrt, die sicherlich lange dauern dürfte, erst einmal richtig ausschlafen und am Sonntag nichts tun. Am Montag geht es dann mit dem normalen Trainingsbetrieb weiter, bevor am Mittwoch das erste Testspiel ansteht gegen Borussia Mönchengladbach.

Ist dies nicht ein zu großer Brocken gleich zu Beginn der Testspielphase?

Wück: Leider haben die Bundesligisten schon früh mit der Vorbereitung begonnen, und wenn man den Fans einen lukrativen Gegner präsentieren will, muss man schon auf die Terminwünsche der Proficlubs eingehen. Und da die Borussen nur am Mittwoch konnten, haben wir zugesagt. Optimal ist dieser Termin sicherlich nicht, doch wir wissen, dass wir von unserer Mannschaft noch nicht sehr viel erwarten können. Sie dürfte Mitte der Woche nach dem harten Training der vergangenen zwei Wochen sicherlich auch in ein kleines Loch fallen.

Am 31. Januar schließt die Wechselbörse endgültig für diese Saison. Wünschen Sie sich noch Verstärkungen?

Wück: Ein Fußballtrainer hat meistens Wünsche, aber ich weiß, dass ich hier mit dem gesteckten finanziellen Rahmen auskommen muss, und darauf stelle ich mich ein.

Es sind also keine Verpflichtungen mehr geplant?

Wück: Mein Wissensstand ist der von Dezember, und da hat mir das Präsidium signalisiert, für weitere Verpflichtungen sei kein Geld vorhanden.

Sollten sich noch Sponsoren finden, würden Sie dann lieber einen Stürmer oder eher einen Defensivspieler holen?

Wück: Grundsätzlich wäre mir dies egal.

Aber favorisieren würden Sie einen Stürmer?

Wück: Ich will es mal so formulieren: Ideal wäre noch eine Verstärkung für die linke Seite, da spielt es für mich keine Rolle, ob dies ein defensiver oder offensiver Spieler wäre.

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