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USC Münster

Kein Selbstläufer

Heiner Gerull

Münster - Zweimal schon standen sich der USC und Alemannia Aachen in der langen Vorbereitungsphase zur Volleyball-Saison 2010/11 gegenüber. Sowohl im ersten Test am 11. September in den Niederlanden als auch in der Zwischenrunde des DVL-Liga-Pokals in Schwerin behielt der USC mit 3:1 die Oberhand. Heute Abend treffen beide Teams ein drittes Mal aufeinander. Bereits in den Vorgeplänkeln schenkten sich beide Mannschaften nichts. Deshalb verspricht auch das dritte Aufeinandertreffen einen Vergleich auf Augenhöhe. Zumal es heute Abend ab 19.30 Uhr in der Sporthalle Berg Fidel um Bundesliga-Punkte geht.

Fraglos hat die jüngste Erfolgsserie dem heimischen Vertreter eine gehörige Portion Rückenwind verliehen. „Wir sind frohen Mutes. Der Rahmen stimmt“, sagt USC-Trainer Axel Büring. Mit drei Siegen in Folge katapultierte sich sein Team auf Platz sechs. Die gute Ausgangsbasis soll heute durch einen weiteren Erfolg im vierten Saison-Heimspiel zementiert werden.

Allerdings erwartet Büring trotz des Heimvorteils keinen Selbstläufer. „Ein gutes Händchen“, so der Coach, habe die Alemannia bei der Ergänzung ihres Kader gehabt. Besonders im Blick hat der Amelsbürener dabei die 24-jährige Tschechin Karolina Bednarova, die nur kurze Zeit nach ihrer Verpflichtung von Cheftrainer Stefan Falter zur Spielführerin ernannt wurde. Mit der Ungarin Rita Liliom steht eine weitere hochkarätige Außenangreiferin in den Aachener Reihen.

„Im Abwehrbereich müssen wir strukturiert und konzentriert arbeiten“, zeigt Büring auf, wo seine Mannschaft die Hebel ansetzen will. Zudem erhofft er sich eine hohe Side-out-Quote (direkter Rückgewinn des Servicerechts). „70 Prozent“, so der 43-Jährige, wären wünschenswert. Schwächen hat der Coach im gegnerischen Annahmeriegel ausgemacht. Somit gilt es, den Gegner an dieser empfindlichen Stelle zu treffen.

Für Alemannia Aachen ist der heutige Auftritt in Münster bereits das dritte Auswärtsspiel in Folge. Zuletzt gab es ein 1:3 beim Deutschen Meister RR Vilsbiburg, dem am vergangenen Samstag ein 0:3 beim „Vize“ 1. VC Wiesbaden folgte. Allerdings zeigten „Ladies in Black“, wie die Aachenerinnen wegen ihrer schwarzen Trikots auch genannt werden, respektable Leistungen. „Wir müssen uns auf einen starken Gegner einstellen, der uns einiges abverlangen wird“, lautet die Einschätzung des USC-Coaches. Es könnte heute also ein langer Abend werden.

Personell gehen die „Unabhängigen“ sorgenfrei ins Spiel. Die Voraussetzungen, das Punktekonto wieder einmal positiv zu gestalten, sind also günstig. Der USC ist fest entschlossen, diese Chance zu nutzen.

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