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Keine Motzkühe in grauen Wänden

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Auf welche Schule will ich nach den Sommerferien gehen? Das fragen sich gerade viele Schüler der vierten Klassen. Für sie steht der Wechsel auf eine andere Schule an. Vor allem in größeren Städten gibt es oft mehrere Gymnasien, Real-, Haupt oder Gesamtschulen. Worauf sollte man bei der Wahl achten?

„Die Lehrer sollten keine Motzkühe sein. Und die Schule sollte gemütlich aussehen, also nicht nur graue Wände haben“, wünscht sich Katharina. Sie ist zehn Jahre alt und wohnt in Hamburg.

Damit die Viertklässler mal gucken können, wie es an den Schulen so zugeht, bieten viele Schulen einen Tag der offenen Tür an. Die Schüler und ihre Eltern können dann mit Lehrern sprechen. Es gibt oft kurzen Probe-Unterricht, Theaterstücke und jede Menge Mitmach-Aktionen.

Im Chemieraum an einem Hamburger Gymnasium dürfen die Gäste aus der Grundschule Experimente machen. „Wir haben hier Zitronensaft, Spülmittel und Wasser. Kippt mal etwas Rotkohlsaft dazu und guckt, was passiert“, sagt ein älterer Schüler. „Das macht Spaß“, findet der zehn Jahre alte Philipp. Er ist auch auf der Suche nach seiner Lieblingsschule. „Diese hier finde ich ganz cool“, meint er. „Ich mache gerne Experimente.“ Außerdem kommt es ihm darauf an, dass er an der Schule eine Sprache lernen kann, die ihn interessiert, zum Beispiel Spanisch.

In einer anderen Schule gibt es am Tag der offenen Tür eine Aktion im Bioraum: Schüler lassen Mäuse über ihre Hände und durch einen Irrgarten flitzen, um zu beobachten, wie sie sich verhalten. Das ist der Renner bei den Viertklässlern. Allerdings hat die Schule die Mäuse nur für den Tag der offenen Tür ausgeliehen. Sonst sind sie nicht da. „Klar, dass die heute alle einen netten Eindruck machen wollen“, sagt Katharina. Sie hat deshalb auch ältere Schüler gefragt, die auf ihre Wunschschule gehen, wie es ihnen dort so geht.

„Es ist schwer zu entscheiden, welche Schule am besten ist“, findet Miriam. Sie ist neun Jahre alt und meint: „Das Wichtigste ist eigentlich, dass ich mit meinen Freundinnen zusammen bleiben kann.“ Emma weiß immerhin schon, welche Schule sie auf keinen Fall nehmen will. „Es gibt bei uns eine, die sieht aus wie ein Parkhaus. Da will ich nicht hin“, sagt sie.

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